Jeepsafari in Ägypten


Neben Schnorcheln, Tauchen und Sonnenbaden bieten sich durch das, die beliebten Urlaubsregionen an den Küsten des Roten Meeres umgebene, meist unwegsame Hinterland mit zum Teil wüstenähnlichem Charakter, Ausflüge mit dem Jeep während eines Urlaubes in Ägypten geradezu an. Im Gegensatz zu Ausflugsfahrten im Reisebus wird bei einer solchen Jeepsafari der Tag in einer kleinen Gruppe verbracht, und auch wenn zum Teil mehrere Fahrzeuge in einem Konvoi fahren, bleibt ein gewisses Maß an Individualität erhalten.

In Begleitung eines Reiseführers wird eine Jeeptour immer wieder zu einem besonderen Erlebnis, vor allem wenn der ortskundige Fahrer auf abgelegenen Teilen der Strecke den Reisenden sein Können unter Beweis stellt und es in echter Offroad Manier durch die Sanddünen geht. Je nach Ziel der Jeepsafari sollte an festes Schuhwerk und bequeme Kleidung gedacht werden. Auch empfiehlt es sich, empfindliche Kamera- und Fotoausrüstung zum Schutz gegen Staub und Erschütterungen in einer geeigneten Tasche zu verstauen. Personen mit Rückenbeschwerden sollten in den meisten Fällen von einer Tour mit dem Jeep absehen.

Je nach gewählter Urlaubsregion haben die angebotenen Jeeptouren verschiedene Ziele und Streckenverläufe, die Einkehr in ein lokales Restaurant, ein von Beduinen frisch zubereiteter Tee oder ein in freier Landschaft abgehaltenes Picknick wird aber bei jeder Fahrt zum Ablauf gehören.

Tour über die Sinai-Insel

Unter Urlaubern auf der Sinai-Halbinsel zählt die sogenannte große Canyonsafarie zu einer der beliebtesten Jeepsafaris. Zwischen der Ortschaft Nuweiba am Golf von Aquaba und dem Katharinenkloster gelegen, ist hierbei der Colored Canyon das Ziel der ersten Etappe.

Bei einer kurzen Wanderung durch diese eindrucksvolle Gesteinsformation inmitten einer weiten Wüstenlandschaft zeigen sich, je nach Lichteinfall, verschiedene im Gestein eingeschlossene Sedimente in fantastischen Farben.

Eine Pause nach Erreichen des Ausganges vom Colored Canyon wird zum Probieren eines frischen Beduinentees genutzt.

Auf der Weiterfahrt zu der Oase Ain Hudra lernen die Reisenden nun das wahre Gesicht der Wüste kennen, der Jeep bahnt sich seinen Weg durch ein Meer aus Sand, Steinen und Geröll.

Der sogenannte Mushroomtree, ein durch Erosion geformter Sandsteinfelsen in Form eines riesenhaften Pilzes, gibt unterwegs ein tolles Fotomotiv.

In der Oase, einem grünen Flecken umgeben von trockenem Sand und Gestein wartet ein Mittagessen mit typischen Speisen der Beduinen auf die Teilnehmer der Jeepsafari.

Anschließend wird der zweite Canyon, der White Canyon, besucht und ebenfalls durchwandert. Auch hier machen das Gestein und der Sand im Canyon seinem Namen wieder alle Ehre und immer wieder bieten sich auf dem Weg zum Jeep vor strahlend blauem Himmel tolle Fotomotive.

Am Ausgang vom Canyon wartet bereits der Fahrer und die letzte Etappe bringt die Teilnehmer der Jeeptour, nun wieder auf befestigten Straßen, zurück zu den Unterkünften im Urlaubsort.