Ägypten: Energie-Krise sorgt für Unmut

Autor: Martina Hilberts - Veröffentlicht am 26. August 2010

Die ägyptische Regierung teilte kürzlich mit, dass sie weiterhin an ihrer Absicht festhalten wolle, die Ausbringungsmenge ägyptischer Kraftwerke weiter zu vermindern. Als Begründung verwies die Regierung hierbei auf das gegenwärtig herrschende Wetter in Ägypten, das landesweit Temperaturen von 40 Grad Celsius hervorbringe.

Die zuständige Energiekomission, unter dem Vorsitz des Premierministers Ahmad Nazif, diskutierte zu Beginn der Woche weitere Maßnahmen, mit denen eine erneute Energie-Knappheit verhindert werden könne. Die Gespräche sollen vor allem den Begriff der Solarenergie zum Gegenstand gehabt haben. Man überdenke, ob sich ein langfristiger Ausbau dieser alternativen Energiegewinnungsform lohnen könne.

Zur gleichen Zeit forderten Demonstranten die Absetzung des gegenwärtigen Energieministers Hassan Younis, da sie diesem die Schuld für die derzeitigen Umstände zusprechen. Im Fokus der Protestanten-Kritik stehe vor allem der Export von Gas ins nahegelegene Israel. Man verurteile, dass die Ressource nicht zur Aufrechterhaltung der eigenen Energiesicherheit genutzt werde. Berichten eines Sprechers der Protest-Organisation „Free Popular Front“ sei die ägyptische Polizei unnötig hart gegen die Demonstranten vorgegangen.