Ägypten erlebt ein Comeback in der kommenden Saison

Autor: Tobias Kurz - Veröffentlicht am 23. November 2017

Aufgrund der gesellschaftlichen Entwicklung in der arabischen Welt waren die Besucherzahlen in den vergangenen Jahren rückläufig. Doch es ist davon auszugehen, dass sich der Markt in Ägypten in der folgenden Saison erholt. Ralph Schiller, FTI-Chef, spricht sogar von einem „beispiellosen Comeback“ in der Wintersaison. Er geht davon aus, dass sich dieser Trend auch im Sommer fortsetzen wird. Begünstigt wird diese Entwicklung durch eine hochwertige Infrastruktur sowie günstige Preise.

Die Reise nach Ägypten als Entwicklungshilfe

ägypten sphinx pyramideNorbert Fiebig, Präsident des Deutschen Reiseverbandes, empfiehlt sogar ausdrücklich Reisen in Länder wie Ägypten. Dafür nennt er auch einige triftige Gründe. So hätten die Besucher die Gelegenheit, Land und Leute hautnah kennenzulernen, wodurch Vorurteile abgebaut werden. Möglicherweise können sich aus diesen Kontakten sogar kulturübergreifende Freundschaften ergeben. Zudem sieht Fiebig Reisen in Länder wie Ägypten ein Stück weit auch als Entwicklungshilfe, weil der Tourismus vor Ort Arbeitsplätze schaffe und die Einheimischen dadurch zumindest ein Stück weit Sicherheit und Wohlstand erreichen können. Dadurch würde auch eine Radikalisierung unterbunden, wie es in diversen Ländern des Nahen und Mittleren Ostens der Fall ist. Als einen wesentlichen Grund für die dortige Radikalisierung sieht Fiebig die Armut der Einheimischen.

Reisende als Kultur-Botschafter

Reisende fungieren aber auch ein Stück weit als Botschafter ihres Landes und beflügeln den kulturellen Austausch. Als bestes Beispiel darf wohl Marco Polo gelten, der eine abenteuerliche Reise nach China unternommen hat. Bei seiner Rückkehr brachte er neben Seidenstoff auch weitere Dinge mit, die für Europäer heute selbstverständlich sind. Damit hat er auch Fortschritt und Wohlstand nach Europa gebracht.