Ägypten: Italienischer Frachter in Schwierigkeiten geraten

Autor: Martina Hilberts - Veröffentlicht am 12. Dezember 2010

Ein mit toxischen Substanzen beladener Frachter, seines Zeichens unter italienischer Flagge, ist vor Ägypten in Turbulenzen geraten. Wie mitgeteilt wurde, sei er noch nicht vom Untergang bedroht. Die Küstenwache von Alexandria wurde kontaktiert und erhielt das SOS vom Frachter „Jolly Amaranto“. Zu diesem Zeitpunkt konnte jedoch noch nicht eindeutig bestimmt werden, wie gravierend die Havarie des Frachters ausgefallen ist.

Entgegen divergierender Medienberichte haben die Besitzer des Frachters im vornherein ausgeschlossen, dass das Handelsschiff vom Untergang bedroht sei. „Es ist absolut nicht wahr, dass die „Jolly Amaranto“ dabei ist, unterzugehen. Die Situation ist angespannt, und die Besatzung hat Angst, aber bisher geht es allen gut“, versicherte Stefano Messina, seines Zeichens leitender Manager der zuständigen Reederei Ignazio Messina S.p.A. Zur Ladung des Frachtschiffes „Jolly Amaranto“ gehören unter anderem giftige Materialien wie Lack, Farbe, Spezialfarben für Druckereien sowie weitere chemische und zuweilen ätzende Substanzen.

Die Reederei ist dennoch davon überzeugt, dass es zu einer Umweltkatastrophe kommen wird. „Das Schiff war mit 39 Containern beladen, einer ist in Malta ausgeladen worden“, so die Erklärung Messinas, welcher weiterhin betonte: „Keine der noch an Bord befindlichen Substanzen kann ein Umweltdesaster auslösen wie etwa ein Tanker“.