Ägyptens Tor zum Mittelmeer – Alexandria

Autor: Elisabeth Boncz - Veröffentlicht am 24. Juli 2017

332 v.Chr. ließ Alexander der Große an Stelle des unbedeutenden Fischerdorfs Rhakotis die Stadt Alexandria errichten, die zu einem bedeutenden Zentrum der hellenistischen, römischen und byzantinischen Welt werden sollte. Die Stadt bietet heute noch einen spannenden Blick in die antike Welt.

Ägypten Alexandria

 Die zweitgrößte Stadt Ägyptens ist vor allem für ihre antike Bibliothek und den Leuchtturm von Pharos bekannt. Mit damals 122 Metern Höhe gehört der Leuchtturm zu den sieben Weltwundern der Antike. Die Bibliothek von Alexandria wurde im 3. Jahrhundert v.Chr. gegründet und umfasste zu Cäsars Zeiten wahrscheinlich 700.000 Schriftrollen. 2002 wurde unter Schirmherrschaft der UNESCO die neue Bibliotheca Alexandrina eröffnet. Sie umfasst neben der tatsächlichen Bibliothek zudem das Archäologische Museum, in dem unter anderem von Unterwasserarchäologen aus dem Hafenbecken geborgene Funde ausgestellt sind, und das Manuskriptmuseum, das alte Handschriften und seltene Bücher enthält. Außerdem ist ein Planetarium an die Bibliothek angeschlossen.

Flanieren zwischen 2000 Jahren Geschichte

 Unweit der Bibliothek liegt die Corniche, die 15 Kilometer lange Hafenpromenade, die mit Restaurants und Märkten zum Spazieren einlädt.
Über die Jahrhunderte sind viele historische Stätten verloren gegangen. Aus der Antike sind ein römisches Theater und die Katakomben von Kom esch-Schuqafa erhalten. Das Stadtbild wird heute auch von Stilen des 19. und 20. Jahrhunderts, wie dem Historismus oder dem Eklektizismus, geprägt. Doch der Zauber längst vergangener glorreicher Zeiten weht weiterhin durch die große Hafenstadt der antiken Welt.