Ägypten leidet unter Ticketsteuer

Autor: Martina Hilberts - Veröffentlicht am 7. November 2010

Ägypten wird von der neu eingeführten Flugsteuer stärker betroffen, als es erwartet hat. Nach dem Bundestagsbeschluss zur Flugabgabesteuer sind die Hoffnungen des Urlaubslandes, doch noch unter die acht-Euro-Regelung zu fallen, nahezu auf Null gesunken.

„Die Berliner Politiker haben alle Änderungsanträge abgelehnt“, so die Erklärung des DRV. Zuvor hat sich der Verband für das allseits beliebte Urlaubsland am Nil eingesetzt. So suggestierte ebendieser, dass es, um einen fairen Wettbewerb unter den Urlaubsländern garantieren zu können, ratsam sei, eine einheitliche Regelung für die Urlaubsziele am Mittelmeer zu treffen. Hiermit versuche man sicherzustellen, dass keines der Urlaubsdestinationen übermäßig unter der Flugabgabe leide, wie der Verband erklärte. Nun überprüfe man die juristischen Möglichkeiten, um die Folgen der beschlossenen Bestimmung abmildern zu können.

Insbesondere Urlaubsziele wie der Libanon, Israel und Ägypten leiden unter der Ticketsteuer: Urlauber werden ab dem 1. Januar 2011 mit einer zusätzlichen Abgabe von 25 Euro Rechnen müssen, was die Attraktivität der entsprechenden Urlaubsziele maßgeblich untergräbt. Reiseziele wie Tunesien, Türkei und Marroko gehen hingegen relativ unversehrt aus der Ticketsteuer-Einführung hervor: Hier kommen lediglich acht Euro auf den Flugreisenden zu.