Archäologen entdecken Wandmalereien in Giseh

Autor: Martina Hilberts - Veröffentlicht am 24. Oktober 2010

Archäologen haben in unmittelbarer Nähe zu den Pyramiden von Giseh ein etwa 4.400 Jahre altes Grab entdeckt, das mit farbigen Szenen aus der Landwirtschaft dekoriert ist. Die Forscher vermuten, dass die Wandmalereien der Grabstätte im Rahmen der fünften Dynastie (2500 – 2350 vor Christus)zu Ehren eines hohen Hofbeamten erbaut wurden.

So zeigen diese beispielsweise die Geburt eines Kalbes, oder auch, wie eine Kuh gemolken wird. Darüber hinaus wurde auch der Hofbeamte, zu dessen Ehren die Wandmalereien vermutlich angelegt wurden, an den Steinwänden der Grabstätte verewigt. Wie der ägyptische Archäologe Zahi Hawass kürzlich in Kairo mitteilte, sei der Beamte zu Zeiten des Pharaos Cephren ( circa 2570 – 2530 vor Christus) für den Totenkult im Tempel der Pyramide zuständig gewesen. Den Archäologen ist es darüber hinaus gelungen, weitere Details an dem Abbild des Hofbeamten zu analysieren. So werde der fromme Mann neben dem Grab seiner verstorbenen Ehefrau dargestellt.

Abgesehen hiervon fällt die außerordentlich große Nase des Beamten auf, die der des Zahi Hawass zum Verwechseln ähnlich sieht. Diese Gemeinsamkeit ist dem Chef der ägyptischen Altertumsverwaltung selbst aufgefallen, und veranlasste ihn dazu, ein Profilbild neben der Zeichnung des Hofbeamten aufnehmen zu lassen. Die kürzlich entdeckte Grabkammer ist übrigens zur Hälfe in Felsen gehauen, die andere Hälfte wiederum wurde nachträglich mit Steinen errichtet. Darüber hinaus ist sie südlich der Gräber der Pyramidenarbeiter gelegen, die bereits zu Beginn dieses Jahres in Giseh entdeckt wurden.