Archäologin will neue Pyramiden entdeckt haben

Autor: Marc Bohländer - Veröffentlicht am 24. August 2012

Es wäre, gelinde gesagt, eine der größten archäologischen Sensationen aller Zeiten: Angela Mircol glaubt, mehrere bislang unentdeckte Pyramiden gefunden zu haben. Die Archäologin recherchiert seit mehr als zehn Jahren zu dem Thema – mit Hilfe von Google Earth. Ihre Vermutung fußt auf Luftbildern, die eigenartige Strukturen in der Wüste zeigen. Forscher sind indes skeptisch angesichts ihrer Thesen.

Zwei Komplexe entdeckt

Auf den besagten Aufnahmen lassen sich ein großer sowie vier kleinere Krater erkennen. Die Hobby-Wissenschaftlerin Micol glaubt, dass es sich um eine Pyramide handelt, die fast so groß ist wie berühmten Pyramiden von Gizeh. Zusätzlich will sie einen weiteren Komplex ausgemacht haben, der etwas kleiner ist aber ebenfalls eine pyramidenförmige Struktur aufweist. Nun heißt es die Luftbildaufnahmen per Infrarot-Satellitenaufnahmen und später natürlich durch Ausgrabungen zu überprüfen.

Fördermittel benötigt

Dabei steht aber erst mal die bürokratische Hürde im Weg, nicht zu schweigen von den benötigten Geldmitteln. Angela Micol bemüht sich deshalb um Fördermittel. Sie will bereits eine mögliche Stadt unter Wasser vor Yucatán und alte Steinkreise in North Carolina, Florida und Belize mit Google Earth entdeckt haben. „Die Bilder sprechen für sich“, verkündet sie auf ihrer Webseite. Mehrere Experten teilen ihre Meinung nicht ganz und äußerten sich kritisch. Zahi Hawass, Ägyptologe und einst Minister für Altertumsgüter in Ägypten, führt an, dass man ohne direkte Beweise nicht von einem Pyramidenfund sprechen könne.