Ausstellung: Jenseitsvorstellungen des Alten Ägyptens

Autor: Marc Bohländer - Veröffentlicht am 24. Oktober 2011

Im Archäologischen Museum Frankfurt (Karmelitergasse 1) eröffnet am 5. September 2011 die Sonderausstellung „Reise in die Unsterblichkeit. Ägyptische Mumien und das ewige Leben“. Dies berichtet Frankfurt Live. Im Refektorium des Karmeliterklosters sind bis zum 26. Februar 2012 Praktiken der Mumifizierung und Einbalsamierung, fremdartige Gottheiten in Tiergestalt, opulente Sarkophage und Amulette zu bewundern.

Die Ausstellungsstücke wurden vom Ägyptischen Museum Florenz ausgeliehen und sind Originalfunde. Viele der Exponate sind damit erstmals außerhalb Italiens zu sehen. Im besonderen geht die Kollektion auf die Sammelleidenschaft der Familie Medici und die toskanisch-französische Grabungskampagne von 1828 zurück. Im Rahmen der Ausstellung in der Mainmetropole werden Vorgang und Praktiken der Mumifizierung und Einbalsamierung der Toten im Alten Ägypten präsentiert. Dabei werden vollständige Mumien und Mumienteile, Werkzeuge und Geräte zur Körperöffnung und Organentnahme, Salbgefäße, mehrere Formen von Sarkophagen, Mumienmasken, Kanopengefäße und viele Amulette gezeigt.

 

Im Alten Ägypten herrschte der Glaube vor, dass die Toten im Jenseits alles zur Verfügung stehen musste: nur so konnte weitergelebt werden. Deshalb finden sich in altägyptischen Gräbern meist große Mengen an Beigaben. Hierzu zählen Objekte von ritueller und religiöser Bedeutung, aber auch Dinge des Alltags wie Schmuck, Kämme oder sogar Mobiliar.