Bunte Wüste: Der Wadi al-Gimal Nationalpark

Autor: Elisabeth Boncz - Veröffentlicht am 13. Oktober 2017

Ägypten ist allseits beliebt für entspannenden Badeurlaub, atemberaubende Tauchspots, spannende antike Stätten oder Luxustrips. Aber haben Sie schon einmal daran gedacht, einen der ägyptischen Nationalparks zu besuchen?

Der Wadi al-Gimal Nationalpark (übersetzt „Tal der Kamele“) liegt etwa 50 km südlich von Marsa Alam und reicht von der Küste des Roten Meeres bis etwa 70 km ins Land hinein. Mit 7450 km² ist er das kleinste der drei Schutzgebiete in der Arabischen Wüste. Was Sie hier erwartet, ist wirklich eine atemberaubende Flora und Fauna. Zerklüftete Basalt- und Granitformationen leuchten in der Sonne von rostbraun über grau bis kupferrot. An der Küste und auf vorgelagerten Inseln finden sich Mangrovenwälder, die von Schildkröten besiedelt sind. Weiter landeinwärts tummeln sich Kamele, Affen und gefährdete Arten wie die Dorkasgazelle oder der Nubische Steinbock. Außerdem beheimatet der Park die weltweit größte Kolonie des Schieferfalken. Akazien dienen den Kamelen als Nahrung und spenden sowohl Schafen und Ziegen als auch den hier lebenden Beduinen Schatten.

Gehen Sie auf Entdeckungsreise

Auch Spuren menschlicher Zivilisation sind im Wadi al-Gimal Park zu finden. In Smaragdminen wurde von den alten Ägyptern und später von den Römern Bergbau betrieben und selbst heute findet sich manchmal noch etwas Glänzendes im Sand. Ab und an stolpert man über eine antike Keramikscherbe, unberührt und vergessen im Sand verstreut. Wer möchte, kann im Zelt-Camp auch die Nacht im Park verbringen. Am Roten Meer zeigt sich der Nationalpark noch einmal von seiner bunten Seite: Fast 250 Korallenarten, mehr als 150 Fischarten und die Mangroven lassen das Meer in Regenbogenfarben schimmern. Je nach Programm kostet Sie der Ausflug zwischen 50€ und 130€. Es lohnt sich, denn Wüste hin oder her: Der Wadi al-Gimal Nationalpark ist bunt und wartet nur darauf, von Ihnen entdeckt zu werden.