Deutscher Staatssekretär besucht Ägypten

Autor: Marc Bohländer - Veröffentlicht am 2. November 2011

Der deutsche Staatssekretär Hans-Jürgen Beerfeltz hat eine Reise nach Ägypten angetreten. Der Vertreter der Bundesrepublik nimmt an der Dii-Konferenz teil, die von der Desertec Industrial Initiative am 2. und 3. November 2011 veranstaltet wird. Am 4. November wird Beerfeltz die Abschlussrede der Konferenz halten. Dies berichtet das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Hans-Jürgen Beerfeltz: „Die Bundesregierung begrüßt die Desertec-Initiative. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) spielt seit mehr als 20 Jahren in der MENA-Region eine aktive Rolle bei Förderung der erneuerbaren Energien. Auch zukünftig wird sich das BMZ in der Region im Bereich erneuerbare Energie und Energieeffizienz engagieren und so die Ziele von Desertec unterstützen. Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel hat erst gestern in Marokko 80 Millionen Euro für die Förderung der Solarenergie angekündigt.“ Momentan sei Strom aus der Wüste für Europa noch als langfristige Option zu verstehen, da erst die Rahmenbedingungen geschaffen werden müssten. Zudem sie Solarstrom noch vergleichsweise teuer. „Entwicklungsförderlich ist das Projekt schon jetzt in Nordafrika, zum Beispiel durch Schaffung von Jobs. Aus entwicklungspolitischer Sicht müssen die wirtschaftliche Entwicklung und die Energieversorgungsinteressen der MENA-Länder selbst im Vordergrund stehen.“, so der Staatssekretär. Zusätzlich soll Beerfeltz noch zu bilateralen Gesprächen mit Fayza Aboul Naga, Minister of Planning and International Cooperation, Dr. Hassan Younes, Minister of Electricity and Energy, und Mustapha Bakkoury, Chairman MASEN (Morroccan Ageny for Solar Energy) zusammentreffen.

 

Beerfeltz: „Deutschland begrüßt den politischen Wandel in Ägypten und ist bereit, das Land und die Menschen auf ihrem Weg in eine demokratische Zukunft zu unterstützen. Wir haben im Februar zunächst eine Reihe von Sofortmaßnahmen aufgelegt, um flexibel, bedarfsorientiert und zügig Projekte mit der Zivilgesellschaft umzusetzen. Nun kommt es mittel- und langfristig darauf an, unsere Arbeit in den Schwerpunkten Wasser und Umwelt/Energie, die der Bevölkerung unmittelbar zugute kommt, an die neuen Rahmenbedingungen anzupassen.“