EHEC verseuchte Sprossensamen aus Ägypten? – Fehlanzeige!

Autor: Martina Hilberts - Veröffentlicht am 1. September 2011

Top 1 Thema in Deutschland & Europa waren monatelang mögliche EHEC verseuchte Nahrungsmittel. Zum Julibeginn reisten Eu-Fahnder an den Nil, nachdem bekannt wurde, dass die mögliche Quelle, der belasteten Samen Ägypten sei. Fazit: Fehlanzeige! – der verdacht bestätigte sich nicht im geringsten.

Das Verbot, welches von der europäischen Komission verhängt wurde, für den Import der Sprossen soll schon innerhalb der nächsten zwei Wochen zürückgezogen werden.

Die Begründung ist die nicht nachgewiesene EHEC-Belastung nach einer ausführlichen einwöchigen Untersuchung durch EU-Experten.

Während des Aufenthalts in Ägypten wären mögliche Überlegungen der EU Delegation besprochen worden, bestätigte der Präsident des ägyptischen Exportausschusses für Landwirtschaft, Sherif al-Beltaguy. Die Untersuchungsergebnisse, die auf der Reise der EU-Experten bekannt wurden, werden kommende Woche der EU-Komission eröffnet.

Der Grund warum Ägypten überhaupt in Verdacht der Sprossenbelastung kam, war der am Anfang Juli importierte Bockshornklee, der als Auslöser der EHEC-Verseuchung identifiziert wurde. Knapp 4400 Personen infizierten sich mit dem gefährlichen Virus, der großteil aus Deutschland, und 53 Menschen starben daran.

Fieberhaft versuchten italienische EFSA Experten zusammen mit dem Bundesinstitut für Risikobewertung die Quelle des Ursprungs herauszufinden. In Verdacht geriet zuerst ein Gartenbaubetrieb in Niedersachsen, durch einen duisburger Importeur, und folglich nach Ägypten.

Nach Berichten der ESFA, wurden seit Ende 2009, mehrere Tonnen Bockhornkleesamen nach Deutschland importiert.