Illegale Fütterungen als Grund für Hai-Angriffe

Autor: Martina Hilberts - Veröffentlicht am 12. Dezember 2010

Expertenmeinungen zufolge stehen hinter den Hai-Angriffen auf Touristen an der Küste des Badeortes Scharm el Scheich illegale Haifisch-Fütterungen. So deute der Zeitpunkt sowie der Ort der Angriffe darauf hin, dass die Haie daran gewöhnt gewesen wären, an dieser Stelle gefüttert zu werden, so die Vermutung des Experten Mohammed Salem.

Das Ausbleiben dieser Fütterungen habe die Haie dann dazu veranlasst, Touristen zu attackieren, so die Theorie Salems, seines Zeichens Mitglied der Organisation zur Erhaltung des Süd-Sinai. Im Rahmen des vergangenen Sonntags kam eine deutsche Touristin beim Schnorcheln im Roten Meer infolge einer Hai-Attacke ums Leben. Zuvor zogen sich drei russische Touristen an ebendieser Stelle schwere Verletzungen zu. Nun nimmt sich ein internationales Expertenteam den Ursachen der ungewöhnlichen Hai-Aggressionen an. Nach Salems Auffassung seien illegale Fütterungen „die wahrscheinlichste Erklärung“ für das außergewöhnliche Verhalten der Tiere. Nachdem diese nämlich nicht mehr gefüttert wurden, seien sie dazu genötigt gewesen, sich anderweitig Beute zu suchen.

Wie der Experte erläutert, haben sich alle Attacken am Nachmittag ereignet, also dem vermuteten Zeitpunkt der illegalen Fütterungen. Angaben örtlicher Vertreter konnte entnommen werden, dass nun ausschließlich professionelle Taucher dazu berechtigt sind, das Wasser zu betreten. Offensichtlich haben sich die Angriffe der Tiere ausschließlich gegen badende, nicht aber gegen tauchende Personen gerichtet.