Mit Hurghada geht es wieder steil bergauf

Autor: Martina Hilberts - Veröffentlicht am 16. April 2014

Auch im Jahr 2014 schwanken die Touristenzahlen in Ägypten noch immer deutlich. Meldungen über Anschläge, Schießereien, Demonstrationen und genereller Unsicherheit verschrecken offenbar noch immer viele ehemalige und potentielle Ägypten-Urlauber.

Doch es gibt starke regionale Unterschiede. So gleicht die Tourismushochburg Sharm el Sheikh noch immer einer regelrechten Geisterstadt, in die sich kaum Ausländer verirren. Die Gründe dafür liegen in den jüngsten Terrorwarnungen, die unlängst bekannt wurden. Viele Reiseveranstalter in Deutschland und Europa bieten derzeit keine Flüge nach Sharm el Sheikh an. Erst in einigen Wochen soll die Stadt wieder angesteuert werden, sofern die Reisewarnung aufgehoben wird.

Hurghada ist schon ausgebucht

Ganz anders sieht die Lage in Hurghada aus, der zweiten Hochburg für Urlauber am Roten Meer. Für die Stadt gilt nämlich keine Reisewarnung und schon ist sie über die Osterfeiertage komplett ausgebucht. Die Urlauber unterscheiden offenbar deutlich zwischen sicheren und unsicheren Gebieten, für die Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes gelten.

Über die Osterfeiertage ist Hurghada bereits ausgebucht
Über die Osterfeiertage ist Hurghada bereits ausgebucht

Obwohl all das auch trügerisch sein kann, schließlich bedeutet eine nicht vorhandene Reisewarnung nicht automatisch, dass es dort nicht zu Anschlägen oder anderen Gewaltausbrüchen kommen könnte. Doch Hurghada scheint derzeit wie eine “Insel der Seligen” für Ägypten-Urlauber zu sein, denn nach jahrelanger “Revolutions-Flaute” boomt die Region am Roten Meer wieder. Das kann der Rest des Landes nicht von sich behaupten. Denn nicht nur Sharm el Sheikh, sondern auch Kairo, Luxor oder Alexandria werden derzeit kaum von ausländischen Besuchern frequentiert.

Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt wieder

Hurghada profitiert davon, dass sie derzeit als sicherste Stadt Ägyptens gilt. Doch auch die relativ kurze Flugzeit, viel Sonne und eine gut ausgebaute Hotelinfrastruktur locken die Besucher aus Deutschland und Europa wieder in Scharen an. Hinzu kommt die Tatsache, dass das vor der politischen Krise aus den Fugen geratene Preis-Leistungs-Verhältnis wieder auf einer realistischen Basis steht und die Hotels und andere Attraktionen und Dienstleistungen nicht mehr so teuer sind wie zuvor.