Mythos Pharao – Tutanchamuns Dolch kosmischen Ursprungs

Autor: Elisabeth Boncz - Veröffentlicht am 3. August 2017

Neueste wissenschaftliche Untersuchungen geben Hinweise darauf, dass eine der wertvollen Grabbeigaben des jungen Pharaos möglicherweise nicht irdischen Ursprungs ist. Die kurze Regierungszeit des Herrschers Tutanchamun nahm 1323 v. Chr. ein jähes Ende, als der Pharao mit nur 19 Jahren verstarb. 1922 entdeckte Howard Carter im Tal der Könige das Grab des bis dahin relativ unbekannten Königs in nahezu unberührtem Zustand. Seitdem ranken sich Mythen um Leben und Tod des mysteriösen Herrschers.

Neue wissenschaftliche Erkenntnisse haben nun scheinbar ein weiteres Geheimnis gelüftet. Unter den zahlreichen Grabbeigaben befand sich unter anderem ein eiserner Dolch mit goldgetriebenem Griff. Ein Forscherteam aus Ägypten und Italien hat diesen nun mit dem sogenannten Röntgenfluoreszenz-Spektrometer genauer unter die Lupe genommen und erstaunliches herausgefunden: Die Zusammensetzung des Metalls lässt erkennen, dass es aus Meteoritengestein gewonnen wurde. Einige Hieroglyphen deuten sogar darauf hin, dass sich die alten Ägypter bewusst waren, dass das Metall wortwörtlich vom Himmel gefallen war.

Die Geheimnisse des Tals der Könige

In den letzten fünfzehn Jahren konnten mit Hilfe modernster Technik immer wieder neue Erkenntnisse über die im Tal der Könige beigesetzten Herrscher gewonnen werden. Manche Forscher vermuten, dass die letztendliche Ruhestätte Tutanchamuns ursprünglich gar nicht für ihn vorgesehen war. Mit Radaruntersuchungen wurde scheinbar bestätigt, dass sich hinter der Grabkammer noch zwei weitere bisher unbekannte Kammern befinden, die Aufschluss darüber geben könnten, für wen die Stätte eigentlich gedacht war, oder ob sich eventuell ein weiteres Herrschergrab neben dem Tutanchamuns befindet.
Die wesentlichen Funde Carters und die berühmte goldene Totenmaske des Tutanchamun sind im Ägyptischen Museum in Kairo zu bewundern. Die Mumie selbst befindet sich in der Grabstätte im Tal der Könige. Wer weiß, welche Geheimnisse die Nekropole in Zukunft noch zu offenbaren hat.