Privatmann stiftet ägyptische Kunst

Autor: Marc Bohländer - Veröffentlicht am 14. Juni 2012

Karl-Heinz Preuß, ehemaliger Herausgeber und Chefredakteur des Deutschen Forschungsdienstes, hat dem Ägyptischen Museums der Uni Bonn bedeutende altägyptische Objekte überlassen. Der 71-jährige gilt als Wegbereiter der Wissenschaftsberichterstattung in Deutschland und ist bekannt für seine Kunstsammlung. Im Laufe der Jahrzehnte trug er gemeinsam mit seiner Frau Ursula Kunstobjekte aus den verschiedensten Kulturen und Epochen zusammen.

Insgesamt 13 Objekte gestiftet

Ausgestellt wurden die Dinge dann in der „Sammlung Preuß“, berichtet „Radio 96 acht Bonn“. Besonderes Augenmerk legte er immer auf ägyptische Kunstschätze. Seit der Gründung überlässt Preuß dem Museum regelmäßig Gegenstände. Dabei machen die Eheleute auch in diesem Jahr keine Ausnahme. Die insgesamt 13 Objekte wurden in die Hände des Kurators des Ägyptischen Museums, Dr. Martin Fitzenreiter, übergeben. Der bedeutendste Teil der Stiftung ist ein sogenannter Kanopenkasten. Im alten Ägypten verwendete man ihn um mumifizierte Eingeweide aufzubewahren. Wahrscheinlich datiert der Gegenstand aus dem 3. Jahrhundert vor Christus.

Forschung, Lehre, Ausstellung

Zudem werden Tafeln „Description de l’Égypte“ gestiftet, die den Ägyptenfeldzug von Napoleon zwischen 1798 und 1801 zeigen. Das Ägyptische Museum der Uni Bonn und die Bonner Universitätsstiftung bedankten sich für die großzügige Stiftung der Eheleute Preuß. Diese beteuerten, dass sie in naher Zukunft wieder Objekte stiften möchten. Das Ägyptische Museum wird die altägyptischen Exponate zur Forschung und Lehre verwenden, zudem werden sie selbstverständlich ausgestellt.