Tauchurlaub in Scharm El-Scheich: Die Korallenriffe erholen sich

Autor: Elisabeth Boncz - Veröffentlicht am 8. September 2017

Sonne, Strand, Meer, Korallen und exotische Meerestiere waren die perfekten Voraussetzungen, die Scharm El-Scheich zum Taucherparadies werden ließen. Jahrelang boomte der Tourismus. Doch die Natur litt unter der starken Belastung.

Mit seinen idealen Bedingungen erfreute sich Scharm El-Scheich lange großer Beliebtheit bei Tauchern. Die gute Wasserqualität und vielen Tauchattraktionen zogen Jahr für Jahr tausende Besucher an. Die Straße von Tiran ist voll spannender Entdeckungen an geheimnisvollen Orten wie zum Beispiel dem Wrack der Thistlegorm. Doch der Rummel ging nicht spurlos an der Natur vorbei. Badegäste, Plastikmüll und der Lärm der Schiffsmotoren waren einfach zu viel für das empfindliche Ökosystem des Roten Meers. Bereits Mitte der 90er Jahre litten die Riffe. Die ökologische Tragfähigkeit des sensiblen Systems war überschritten.

Die Natur regeneriert sich

Nach politischen Umwälzungen ging die Zahl der Touristen zeitweise stark zurück und in Folge dessen konnten Forscher erstaunliches beobachten: Wesentlich schneller als erwartet erholen sich die Riffe von der großen Belastung. Für diese außergewöhnlich schnelle Regeneration sind unter anderem topographische Besonderheiten verantwortlich: Gleich drei Strömungen versorgen die Korallen der Riffe mit Nährstoffen. Mit der Erholung der Riffe erholen sich auch deren Bewohner wie Schnecken, Seesterne, Schildkröten oder Igel- und Kugelfische. Inzwischen erstrahlen die Korallen wieder in leuchtenden Farben. Auch der Tourismus in der Region ist wieder stark angestiegen. Doch auch wenn dieses Taucherlebnis sicher für jeden eine einzigartige Erfahrung ist, so haben die letzten Jahre gezeigt, dass verantwortungsvoll mit den Schätzen der Natur umgegangen werden muss, damit dieses einmalige Naturschauspiel auch für zukünftige Generationen erhalten bleiben kann.