Zahlreiche Studenten von Lebensmittelvergiftung in Kairo betroffen

Autor: Marc Bohländer - Veröffentlicht am 5. April 2013

In der ägyptischen Hauptstadt haben mehr als 500 Studenten der Universität Kairo eine Lebensmittelvergiftung erlitten. Offenbar sind die Erkrankungen auf einen Besuch der Mensa der Al-Azhar-Universität zurückzuführen.

Nachdem dies offensichtlich nicht zum ersten Mal passiert ist, protestierten die Studierenden nun auch gegen die Leitung ihrer Hochschule. Dies berichtet „cafe-future.net“.

Keine Giftstoffe

Dem örtlichen Gesundheitsministerium zufolge wurden rund 540 Betroffene ins Krankenhaus eingeliefert. Im Anschluss an das Essen in der Mensa am Montagabend hatten sie über Übelkeit geklagt.

Bei den Patienten seien aber keine Hinweise auf Giftstoffe nachgewiesen worden, berichtete der Direktor für Notfallmedizin des Gesundheitsministeriums, Khaled al-Khatib, in ägyptischen Medien. 190 Menschen sind bereits wieder aus dem Krankenhaus entlassen worden.

Rücktritt gefordert

Währenddessen prangerten ihre Kommilitonen die hygienischen Zustände auf dem Campus der Uni an. Laut einheimischer Medien wurde auch der Rücktritt des Universitätspräsidenten Osama al-Abd verlangt. Der aktuelle Fall ist in seinem Ausmaß der schwerste bei Erkrankungen nach Verzehr von Speisen in ägyptischen Kantinen.