Unterstützung für Ägypten

Autor: Harald von Thierse - Veröffentlicht am 15. August 2011

Nach der Revolution in Ägypten, hat mittlerweile auch jeder Idealist bemerkt, dass es in dem Land bisher völlig undemokratisch zuging. Mubarak lies jahrelang in seinen Gefängnissen foltern und sorgte dafür, dass sein Land weiterhin von EU und USA abhängig blieb. Dabei unterstützten ihn westliche Menschenrechtsorganisationen; oft auch ohne es zu wollen.

 

„Zivilgesellschaftliche Organisationen“  sollen das Land demokratisieren, allerdings ist die Frage, inwiefern das vor dem Hintergrund ihrer Fremdfinanzierung möglich ist. Zu den zivilgesellschaftlichen Organisationen gehören die karitative Hilfsorganisationen und die Menschenrechtsgruppen.

Schon in den 1990er Jahren kam es zu vielen Neugründungen von zivilgesellschaftlichen Organisationen, für die es vier zentrale Gründe gibt.

Zum einen fingen arabische Regierungen an, neoliberale Wirtschaftspolitik zu betreiben und haben dabei weniger Mittel für soziale Dienste, trotz des Bevölkerungswachstums, bereitgestellt.

Auch die emanzipatorische Bewegung aus Europa und den USA wurde wahrgenommen, was dazu führte, dass sich über Frauenrechts-, Menschen-, und Umweltfragen Gedanken gemacht wurde.

Der Aufbau arabischer Bildungsprojekte  und dieTeilnahme an Menschenrechts-, Umwelt- und feministischen Konferenzen, führte zu Debatten unter den Eliten im Mittleren Osten, über einen offeneren Umgang mit den angesprochenen Themen.

Und seit 1970 finden Kooperationen zwischen westlichen Spendern und arabischen Empfängern statt. Mit der finanziellen Förderungen waren arabische NGOs in der Lagek, funktionsfähige Arbeitsstrukturen aufzubauen, aber blieben dennoch von den Geldgebern abhängig.

Zwar unterstützen die westlichen Entwicklungshilfen und die Menschenrechtsgruppen das Land, verstärken aber die Abhängigkeit an den Spendern.