Altstadt von Kairo


Kairo, die am Nil gelagerte Hauptstadt Ägyptens, kann mit dem deutschsprachigen Begriff „Die Eroberin“ schlüssig übersetzt werden. Und so beschreibt dieser Name einen Ort, der sich die Nilebenen zu Eigen gemacht und sie vor lange zurück liegenden Zeiten für die Bewohner der Stadt zur Heimat gemacht hat.

kairo zitadelle von saladin
Die Zitadelle von Saladin in der Altstadt von Kairo

Die Altstadt Kairos

Besonders sehenswert ist natürlich die Altstadt des heutigen Kairo, die noch immer einen umfassenden Eindruck in das Leben früherer Zeiten gewährt. Die in diesem Teil der Stadt liegende Zitadelle stammt aus dem Jahr 1176 und beansprucht für sich den östlichen Teil Kairos. Von Ihren Mauern aus hat man bei klarem Wetter einen ausgezeichneten Blick auf die Pyramiden in Gizeh. Sie wird bis zum heutigen Tag für militärische Zwecke genutzt, kann aber seit etwa zwanzig Jahren von der Öffentlichkeit besichtigt werden.

Auch die drei, bis heute erhaltenen Stadttore, von denen es zuvor insgesamt acht gegeben hat, zeigen, dass Ägyptens Hauptstadt ein gut befestigter und bewachter Ort gewesen sein muss. Alle übrig gebliebenen Stadttore haben eigene Namen und werden Bab Zeuela, Bab an Nasr und Bab al-Faotouh genannt.

Sehenswertes

Einen besonderen Reiz auf Ägyptens Touristen üben die Märkte, die sogenannten Sugs aus, die mit orientalischen Waren beladen täglich viele Besucher anlocken und manchen von ihnen dazu bringen von den angebotenen Gewürzen, Metallwaren und anderen Dingen allzu viel als Souvenir nach Hause zu tragen. Nicht immer kann man sich auf die Echtheit der Warenangebote verlassen.

Im Koptischen Museum finden Touristen eine große Sammlung vielerlei Exponate auch aus der Grabkammer des großen Königs Tutanchamun und anderen Gegenständen aus den Zeiten der Pharaonen Ägyptens.

Auch die Alabastermoschee mit ihrer vergoldeten Kuppel mit einer lichten Höhe von 52 m ist absolut sehenswert. In ihren Ecken befinden sich vier kleiner angelegte Kuppeln und die Seiten sind jeweils durch Halbkuppeln überspannt. Die Innenräume der Moschee sind mit dicken Teppichen ausgelegt.

Unbedingt besuchen sollte man die Sultan Hassan Moschee, die zur Entstehungszeit im Zeitraum zwischen 1356 – 1363 als die größte Moschee der Welt galt. Erbaut wurde sie von Al-Nasir Al-Hasan, dem sie daher auch ihren Namen verdankt. Hasan galt als gelehrter Mann und er ordnete seiner Moschee vier Medresen – die Bezeichnung für Schulen – zu, die ein Spiegel seiner Gelehrsamkeit sein sollten. Die Moschee in der Altstadt verfügt über eine ganze Reihe weiterer architektonischer Besonderheiten, wie zum Beispiel dem monumentalen Eingangstor mit einer Gesamthöhe von 38 m.

Zwei Minarette flankieren den Gebäudekomplex und ein im Jahr 1672 ersetztes Mausoleum, das dem Erbauer als Grabstätte dient.

Standort Altstadt von Kairo