Städtereisen Kairo


Im Nordosten Afrikas liegt Kairo, Ägyptens Hauptstadt. Sie ist mit etwa 17 Millionen Einwohnern die größte Stadt Arabiens. Allein im Stadtkern werden sieben Millionen Bewohner geschätzt. Eine Meldepflicht gibt es nicht. In der Arabischen Welt spielt Kairo eine zentrale Rolle, auch kulturell.

Die Altstadt von Kairo

Die Altstadt wurde 1979 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt und präsentiert sich eindrucksvoll. Diese Empfindung vertieft ein Besuch im ägyptischen Museum. Es ist mit über 250.000 Ausstellungstücken weltweit eine der bekanntesten frühgeschichtlichen Sammlungen. Hervorgehoben seien die Grabschätze des Tut-ench-Amun, die 1922 im Tal der Könige entdeckt wurden.

Sehenswertes in Kairo

Beeindruckend ist die hängende Kirche aus dem vierten Jahrhundert, ein koptisches Gotteshaus, in dem eine christlich-altorientalische Religion gepflegt wird. Die hängende Optik des Gebäudes entsteht durch den Treppenaufgang. Einst der Jungfrau Maria geweiht, wurde sie später Bischofssitz und im 11. Jahrhundert der koptische Patriarchalsitz. Nach Zerstörung, Wiederaufbau und mehreren Renovierungen erhielt sie ihr heutiges Aussehen im 19. Jahrhundert.

Die Alabastermoschee, auch Mohammed-Ali-Moschee genannt nach dem Pascha, der sie in Auftrag gab, steht in der Zitadelle von Salah el-Din. Nach sechzig Jahren Bauzeit wurde sie 1884 vollendet. Sie steht Besuchern aller Glaubensrichtungen offen. Die Moschee ist mit Arkadengängen umbaut, besticht durch Alabaster verkleidete Wände und zwei Minarette mit einer Höhe von 82 Metern. Das 53 Meter hohe Kuppelgewölbe über dem Gebetsraum hat einen Durchmesser von 21 Metern und ist innen mit filigranen Koran-Verzierungen ausgeschmückt. Dicke Teppiche und helles Licht unterstreichen eine faszinierende Stimmung.

Ob man das traditionell-islamische Kairo oder die Kolonialarchitektur modernen Einschlags bevorzugt, ist eine individuelle Entscheidung. Aber eine Tour zu den nur 15 Kilometern vom Zentrum entfernten Pyramiden von Gizeh ist unerlässlich. Diese Monumentalbauwerke, die vor 4500 Jahren als Pharaonen-Grabstätten nahe der Wüste erbaut wurden, sind das einzige der sieben Weltwunder der Antike, das erhalten ist. Mit 140 Metern ist die Cheops-Pyramide die größte. Die Mykerinos-Pyramide misst 62 Meter, die Chephren-Pyramide bringt es auf 136 Meter. Unweit davon steht der 20 Meter hohe Große Sphinx. Er ist 73 Meter lang und 6 Meter breit. Rund einhundert Jahre dauerte es bis zur Vollendung dieser Giganten.

Kairo – das sind nicht nur Baudenkmäler, das sind auch zahlreiche Teestuben, Kaffeehäuser und Märkte. Der Khan-el-Khalili-Basar ist einer davon. Labyrinthartige Gassen, dichtes Gedränge, der Duft von Gewürzen; hier wird gefeilscht, Handwerk betrieben und verkauft.

Nachtleben

Nachts wird die Stadt noch lebendiger. Wer sie schlaflos erlebt, kann Tags darauf bei einer Nilkreuzfahrt entspannen und die Stadt von der Wasserseite her betrachten. Der Eindruck einer solchen Städtereise ist garantiert nachhaltig.