Küsten

Von der Aegypten.de-Redaktion Aktualisiert: Juni 2026 9 Min. Lesezeit
Küsten

Ägypten hat zwei sehr unterschiedliche Küsten: das warme, korallenreiche Rote Meer im Osten – ein Traum für Taucher und Sonnenhungrige das ganze Jahr – und das mediterrane Mittelmeer im Norden mit Alexandria, Kultur und sommerlichem Badevergnügen. Dazu kommen die Sinai-Küsten am Golf von Suez und am Golf von Akaba. Dieser Hub ordnet die Küstenlinien ein und führt dich zu den passenden Detailseiten.

Ägypten liegt am Schnittpunkt zweier Meere und besitzt deshalb gleich mehrere Küstenlinien mit völlig unterschiedlichem Charakter. Im Osten begrenzt das Rote Meer das Land, im Norden das Mittelmeer – getrennt durch die Sinai-Halbinsel, an der sich die Wassermassen über den Suezkanal verbinden. Wer einen Badeurlaub plant, steht damit vor einer Grundsatzentscheidung: ganzjährige Korallenwelt oder mediterraner Sommer mit Antike? Dieser Überblick erklärt die Unterschiede, nennt die beste Reisezeit und zeigt, für wen welche Küste passt – mit Links zu den ausführlichen Detailseiten.

Welche Küsten hat Ägypten?

Ägypten hat zwei große Küsten: das Rote Meer im Osten und das Mittelmeer im Norden. Hinzu kommen die beiden Arme des Roten Meeres rund um den Sinai – der Golf von Suez im Westen und der Golf von Akaba im Osten der Halbinsel. Damit reicht das Spektrum von tropisch warmen Korallenriffen bis zu mediterranen Sandstränden. Eine Einordnung in die Landesgeografie findest du in unserem Überblick zur Geografie Ägyptens.

Wie lang ist Ägyptens Küstenlinie?

Insgesamt umfasst Ägyptens Küste rund 2.900 Kilometer. Den größten Anteil hat das Rote Meer mit etwa 1.500 Kilometern entlang der Ostküste und der Sinai-Halbinsel, gefolgt vom Mittelmeer mit rund 1.000 Kilometern im Norden. Der Rest verteilt sich auf die schmalen, fjordartigen Golfe von Suez und Akaba. Diese Länge erklärt die enorme Vielfalt der Strände – von belebten Resortbuchten bis zu einsamen Wüstenküsten.

Was zeichnet das Rote Meer aus?

Das Rote Meer ist Ägyptens berühmteste Küste: ganzjährig warmes, kristallklares Wasser, spektakuläre Korallenriffe und eine außergewöhnliche Artenvielfalt machen es zu einem der besten Tauch- und Schnorchelreviere der Welt. Hier liegen die großen Badeorte Hurghada, Marsa Alam, El Gouna und – auf dem Sinai – Sharm El-Sheikh und Dahab. Alle Details zu Riffen, Orten und Stränden findest du auf unserer Seite zum Roten Meer.

Was zeichnet das Mittelmeer aus?

Die Mittelmeerküste im Norden hat einen ganz anderen Charakter: mediterranes Klima, ausgedehnte Sandstrände und eine reiche Kulturgeschichte aus griechischer und römischer Zeit. Zentrum ist die Hafenstadt Alexandria, weiter westlich locken die türkisfarbenen Buchten rund um Marsa Matruh. Das Mittelmeer ist eher ein Sommerziel – wie und wann sich ein Besuch lohnt, liest du auf unserer Seite zum Mittelmeer.

Worin unterscheiden sich Rotes Meer und Mittelmeer?

Der Hauptunterschied liegt im Klima und in der Unterwasserwelt. Das Rote Meer ist ganzjährig warm, salzhaltiger und beherbergt tropische Korallenriffe – ideal zum Tauchen. Das Mittelmeer ist im Winter zu kühl zum Baden, im Sommer aber angenehm; dafür punktet es mit Kultur, lebendigen Städten und mediterranem Flair. Kurz gesagt: Rotes Meer für Wassersport und Sonne das ganze Jahr, Mittelmeer für Strand und Kultur im Sommer.

Wo liegen Golf von Suez und Golf von Akaba?

Beide Golfe sind nördliche Ausläufer des Roten Meeres und umschließen die Sinai-Halbinsel. Der Golf von Suez im Westen ist flacher und mündet in den Suezkanal, der das Rote Meer mit dem Mittelmeer verbindet. Der Golf von Akaba im Osten ist deutlich tiefer und schmaler – hier liegen Orte wie Dahab und Taba mit hervorragenden Tauchplätzen. Die steilen Riffwände des Golfs von Akaba zählen zu den beeindruckendsten der Region.

Was bieten die Küsten des Sinai?

Die Sinai-Halbinsel besitzt mit den beiden Golfen eine eigene, besonders reizvolle Küstenwelt. Sharm El-Sheikh an der Südspitze ist ein etabliertes Resortziel mit Zugang zum Nationalpark Ras Mohammed, während das entspannte Dahab als Mekka für Backpacker, Taucher und Freitaucher gilt – Stichwort Blue Hole. Hinter der Küste ragen die kargen Sinai-Berge auf, darunter der Berg des Mose mit dem Katharinenkloster. Strand und Wüstenabenteuer liegen hier dicht beieinander.

Welche Küste eignet sich zum Tauchen?

Eindeutig das Rote Meer. Seine Korallenriffe, die warmen Temperaturen und die hervorragenden Sichtweiten von oft über 20 Metern machen es zu einem Welttauchziel – für Anfänger wie für Profis. Besonders berühmt sind die Steilwände am Sinai und die Riffe vor Marsa Alam. Das Mittelmeer ist zum Tauchen weniger spektakulär, bietet dafür aber Wracks und antike Funde vor Alexandria. Mehr Reviere und Tipps findest du im Bereich Tauchen am Roten Meer.

Welche Küste ist die richtige für mich?

Wenn du Sonne, warmes Wasser und eine traumhafte Unterwasserwelt suchst, ist das Rote Meer die erste Wahl – ideal für Taucher, Schnorchler und Strandurlauber zu jeder Jahreszeit. Möchtest du Strand mit Kultur, lebendigen Städten und Antike verbinden, passt die Mittelmeerküste rund um Alexandria besser, am besten im Sommer. Familien mit Badewunsch und Wassersportfans fühlen sich am Roten Meer meist am wohlsten.

Wann ist die beste Reisezeit für die Küsten?

Das Rote Meer ist ein Ganzjahresziel: Selbst im Winter liegen die Wassertemperaturen bei rund 22 °C, im Sommer bei etwa 28 °C. Am angenehmsten sind Frühling und Herbst, wenn die Luft nicht zu heiß ist. Das Mittelmeer eignet sich vor allem von Mai bis Oktober zum Baden; im Winter ist es dort mild, aber zu kühl fürs Meer. Wer ganzjährig sicher baden will, wählt das Rote Meer.

Wie warm ist das Wasser an den Küsten?

Am Roten Meer schwankt die Wassertemperatur nur wenig: von etwa 22 °C im Winter bis 28 °C im Hochsommer – Baden ist also ganzjährig möglich. Das Mittelmeer ist im Sommer mit rund 25 bis 28 °C angenehm warm, fällt im Winter aber auf etwa 16 bis 18 °C und ist dann zu frisch zum längeren Schwimmen. Die Wärme des Roten Meeres ist einer seiner größten Vorzüge.

Welche Strände gibt es an den Küsten?

Am Roten Meer dominieren gepflegte Hotelstrände mit flach abfallendem Wasser und oft eigenem Hausriff – ideal für Familien und Schnorchler. Dazu kommen vorgelagerte Inseln und Sandbänke wie die Giftun-Inseln vor Hurghada. Am Mittelmeer findest du längere, offene Sandstrände, etwa bei Marsa Matruh mit seinen türkisfarbenen Buchten, sowie Stadtstrände in Alexandria. Beide Küsten bieten Strände, aber in sehr unterschiedlichem Stil.

Welche Städte liegen an den Küsten?

Am Roten Meer sind Hurghada und – auf dem Sinai – Sharm El-Sheikh die bekanntesten Urlaubsorte, dazu El Gouna, Safaga, Al Qusair, Marsa Alam und das entspannte Dahab. Am Mittelmeer ist Alexandria die mit Abstand größte und kulturell bedeutendste Küstenstadt, ergänzt um Port Said am Suezkanal und das Badeziel Marsa Matruh. Eine Übersicht aller Orte bietet unsere Geografie-Seite.

Was gibt es an den Küsten zu sehen?

Das Rote Meer überzeugt vor allem unter Wasser, bietet an Land aber auch die historische Altstadt von Al Qusair und das Hinterland mit Wüsten und Beduinendörfern. Das Mittelmeer punktet mit Kultur: Alexandria glänzt mit der modernen Bibliotheca Alexandrina, römischen Katakomben und der Festung Qaitbay. Welche Highlights sich landesweit lohnen, zeigt unser Überblick zu den Sehenswürdigkeiten und Attraktionen.

Welche Küste ist familienfreundlich?

Für Familien mit Badewunsch ist das Rote Meer ideal: flach abfallende Strände, warmes, ruhiges Wasser und viele Clubhotels mit Pools, Animation und Kinderbetreuung. Schnorcheln am Hausriff begeistert auch Kinder. Das Mittelmeer eignet sich im Sommer ebenfalls für Familien, etwa in Marsa Matruh, ist aber stärker auf inländische Urlauber und Stadterlebnisse ausgerichtet. Für einen klassischen Strandfamilienurlaub ist das Rote Meer meist die bessere Wahl.

Wie kommt man an die Küsten?

Das Rote Meer ist bequem per Direktflug erreichbar: Die Flughäfen Hurghada (HRG) und Sharm El-Sheikh (SSH) werden von vielen europäischen Städten angeflogen, die Transferzeit zu den Hotels ist kurz. Das Mittelmeer erreicht man über Alexandria, meist mit Umstieg in Kairo oder per Inlandsflug bzw. Zug ab Kairo. Für einen reinen Badeurlaub ist das Rote Meer logistisch am einfachsten.

Wie salzig und warm ist das Rote Meer wirklich?

Das Rote Meer gehört zu den salzhaltigsten und wärmsten Meeren der Erde, da es kaum Süßwasserzuflüsse hat und stark verdunstet. Genau das schafft die Bedingungen für die üppigen Korallenriffe und die hohe Sichtweite. Den hohen Salzgehalt merkt man beim Schwimmen am stärkeren Auftrieb. Wer mehr über Entstehung und Besonderheiten erfahren möchte, findet ausführliche Hintergründe im Wikipedia-Artikel zum Roten Meer.

Kann man beide Küsten in einer Reise verbinden?

Ja, das ist gut möglich. Eine klassische Kombination ist Kultur in Kairo und am Mittelmeer (Alexandria) mit anschließendem Badeurlaub am Roten Meer. Auch ein Anschluss an eine Nilkreuzfahrt mit abschließenden Strandtagen in Hurghada oder am Sinai ist beliebt. Wer beide Küsten erleben will, plant für die Übergänge etwas Zeit ein, da zwischen ihnen größere Distanzen und meist ein Umstieg in Kairo liegen.

Häufige Fragen zu den Küsten Ägyptens

Wie viele Küsten hat Ägypten?

Zwei Hauptküsten – das Rote Meer im Osten und das Mittelmeer im Norden – plus die Golfe von Suez und Akaba rund um den Sinai.

Welche Küste ist besser zum Baden?

Das Rote Meer ist ganzjährig warm und damit für Badeurlaub am verlässlichsten. Das Mittelmeer eignet sich vor allem im Sommer.

Wo kann man in Ägypten am besten tauchen?

Am Roten Meer, besonders an den Steilwänden des Sinai und vor Marsa Alam – eines der besten Tauchreviere weltweit.

Ist das Mittelmeer in Ägypten warm genug zum Schwimmen?

Im Sommer (Mai–Oktober) ja, mit rund 25 bis 28 °C. Im Winter ist es mit etwa 16 bis 18 °C zu kühl.

Welche Küste passt für Familien mit Kindern?

Das Rote Meer mit seinen flachen Stränden, warmem Wasser und familienfreundlichen Clubhotels ist für Familien meist ideal.

Welche Küste darf es sein? Tauche ein in die Korallenwelt am Roten Meer oder verbinde Strand und Antike am Mittelmeer.