Ägypten schützt Touristen vor Belästigung

Autor: Lukas Krönert - Veröffentlicht am 28. April 2018

Ägypten gilt als eines der beliebtesten Reiseziele der Welt. Der nordafrikanische Staat lockt Touristen mit den berühmten Pyramiden von Gizeh, dem Tal der Könige, dem Nil und zahlreichen anderen Attraktionen scharenweise ins Land. Um die weltberühmten Sehenswürdigkeiten sammeln sich jedoch nicht nur Touristen aus aller Welt, sondern auch einheimische Bettler und Straßenverkäufer.

Ägypten schützt Touristen vor aufdringlichen Händlern

Für westeuropäische Verhältnisse gehen diese Bettler und Verkäufer ungewohnt aggressiv vor. Touristen fühlen sich mitunter regelrecht belästigt und sehen sich genötigt, Waren zu kaufen oder Geld zu spenden, um ihre Besichtigung ungestört fortzusetzen zu können.

Vor derartigen Szenarien will Ägypten seine Besucher künftig schützen. Die Regierung beschloss ein neues Gesetz, welches das Land für Touristen noch attraktiver und sicherer machen soll. Wer Touristen anbettelt, ihnen Waren aufdrängt oder sie auf andere Weise belästigt, muss künftig mit einer Strafe von bis zu 10.000 Ägyptischen Pfund rechnen – dies entspricht etwa 460 Euro.

Nicht nur das Aufdrängen von Waren, sondern auch das penetrante Werben für Führungen oder sonstige Dienstleistungen steht unter Strafe. Auch anderes Verhalten, das allgemein als unangenehm wahrgenommen wird – vor allem aufdringliches Betteln – ist fortan verboten. Bettler, Betrüger und windige Geschäftsleute stellen künftig aller Wahrscheinlichkeit nach also kein Ärgernis mehr dar.

Das neue Gesetz reiht sich in eine Abfolge zahlreicher Touristikmaßnahmen ein. Die Regierung strebt in der letzten Zeit aktiv an, das Land für Touristen wieder attraktiv zu machen. Diese Bemühungen scheinen erfolgreich – Ägyptens Besucherzahlen steigen wieder stark an. Die Touristen fühlen sich im Land der Pyramiden wohl und kehren folgerichtig zurück.