Altägyptische Totenmaske entdeckt

Autor: Lukas Krönert - Veröffentlicht am 15. Juli 2018

Forscher der Universität Tübingen entdeckten bei Ausgrabungen in der ägyptischen Stadt Sakkara eine vergoldete Totenmaske, die vermutlich aus der saitisch-persischen Zeit – 664 bis 404 vor Christus – stammt.

Tutanchamun
Totenmaske

Die Maske stellt gewissermaßen einen Sensationsfund dar, da die meisten wertvollen Grabbeigaben bereits in der Antike geplündert wurden. Die hauptsächlich aus Silber bestehende, zum Teil jedoch vergoldete Maske wurde auf dem Gesicht einer Mumie, die sich in einem beschädigten Holzsarg befand, entdeckt.

Auf dem Sarg befindliche Verzierungen deuten darauf hin, dass es sich bei dem Toten um einen Priester der ägyptischen Göttinnen Mut und Niut-schi-es handelt. Abschließend bestätigt ist diese Annahme bisher jedoch nicht.

Der Leiter des Ausgrabungsteams, Ramadan Badry Hussein, teilte mit, dass nur wenige Edelmetallmasken erhalten seien, was dem Fund besonderes Gewicht verleihe. Gräber altägyptischer Würdenträger seien bereits in der Antike häufig das Ziel von Plünderern gewesen, sodass ein solcher Fund als wahrhaft außergewöhnlich zu bewerten sei. Tatsächlich sind bisher nur zwei ähnliche Funde bekannt. Der letzte wurde 1939 gemacht.

Entdeckt wurde die wertvolle Mumienmaske in einer Grabanlage, die bereits seit 2016 untersucht wird. Die Stadt Sakkara befindet sich nur wenige Kilometer südlich der ägyptischen Hauptstadt Kairo. Im dortigen Ägyptischen Museum wurde die Totenmaske bereits einer ersten Untersuchung unterzogen.