Alternativtrip abseits der Touristenpfade: Die Oase Faijum

Autor: Tobias Kurz - Veröffentlicht am 10. Februar 2020

Bei einer Reise nach Ägypten darf ein Besuch der berühmten Pyramiden auf keinen Fall fehlen. In Gizeh werden Sie zwar garantiert ins Staunen versetzt, müssen ihre Erfahrungen allerdings mit Massen an Touristen teilen – anders in Faijum!

Pyramide
Abseits der berühmten Pyramiden von Gizeh gibt es in Ägypten weitere Pyramiden zu bestaunen. (Symbolbild)

Einzigartige Einblicke – erstmals seit 4.000 Jahren

An sich ist das Faijum-Becken kein besonderes Ausflugsziel. Das spannende an dieser Region ca. 100 Kilometer südwestlich von Kairo sind aber die weniger bekannten Pyramiden. So können Touristen zum Beispiel die Pyramide von Meidum besuchen. Das rund 4.500 Jahre alte Bauwerk kann durch einen 40 Meter langen, schmalen Gang besichtigt werden – ein echtes Abenteuer! Einen weiteren Ausflug wert ist die Pyramide, die das Grabmal des Pharaos Sesostris II. in al-Lahun beherbergt. Der Tunnel zur Grabkammer ist seit letztem Jahr zum ersten Mal öffentlich zugänglich, seitdem die Pyramide in der 12. Dynastie, also zwischen 2137 und 1781 vor Christus, erbaut wurde. Ebenfalls wiedereröffnet, allerdings nach gut 50 Jahren, wurde die Knick-Pyramide. Sie beheimatet einen beeindruckenden Pfad zur Grabkammer.

Ein Ort der Gegensätze

Das Faijum-Becken gilt als ärmere und politisch konservative Gegend. Umso spannender ist es, sie bei einem Ausflug kennenzulernen. Wenn man nicht an eine Reisegruppe gebunden ist, sollte man eine kleine Wanderung durch die Stadt Faijum selbst unternehmen. Touristen werden in der Regel freundlich empfangen und können authentische Einblicke in die Kultur und das Leben der Menschen Ägyptens erhalten.

Das (Wüsten-)Tal der Wale

Ebenfalls ein Gegensatz: da wo heute das Wüstenbecken Wadi El Hitan ist, befand sich vor Milliarden von Jahren das Meer. Davon übriggeblieben sind Fossilien der Urwale, die man im Museum des Tals betrachten kann.