Bis 31. Dezember: Thomas Cook sagt Reisen ab

Autor: Nicole Sälzle - Veröffentlicht am 11. Oktober 2019

Der deutsche Reiseveranstalter Thomas Cook sah sich dazu gezwungen, Reisen bis einschließlich 31. Dezember 2019 abzusagen. Anschließend hofft man, wieder operativ tätig sein zu können.

Thomas Cook
Sämtliche Cook-Reisen sind bis Ende des Jahres abgeblasen.

Thomas Cook streicht Urlaub bis Jahresende

Schon ab Jahresbeginn 2020 erhoffen sich die Verantwortlichen beim deutschen Reiseveranstalter Thomas Cook, wieder Reisen anbieten zu können. Das sportliche Ziel hat sich der deutsche Ableger des britischen Reisekonzerns gesteckt, nachdem bekanntgegeben wurde, dass alle Reisen für dieses Jahr nicht durchgeführt werden können.

Wie Stefanie Berk, Vorsitzende der Geschäftsführung, mitteilte, könne man nicht gewährleisten, dass Reisen bis Ende Dezember stattfinden könnten. Zuvor hatte Thomas Cook Reisen bis einschließlich 31. Oktober 2019 abgesagt.

Betroffen von der Absage bis 31. Dezember 2019 sind die Marken Thomas Cook Signature, Thomas Cook Signature Finest Selection, Neckermann Reisen, Öger Tours, Bucher Reisen und Air Marin.

Deutsche Thomas Cook schöpft Hoffnung

Während all jenen, die Urlaub über Thomas Cook gebucht haben, nur wenig Hoffnung darauf gemacht wird, den vollständigen Buchungsbetrag erstattet zu bekommen, schöpft das Unternehmen neue Hoffnung. Der deutsche Reiseveranstalter Thomas Cook wurde vom britischen Mutterkonzern in die Pleite gezogen. Selbiges gilt für andere Marken des Unternehmens.

Wie die Rechtsanwältin und vorläufige Insolvenzverwalterin Julia Kappel-Gnirs mitteilte, gebe es zahlreiche Interessenten für die gesamte deutsche Thomas Cook-Gruppe. Aber auch an einzelnen Unternehmensteilen sei Interesse bekundet worden. Vor allem Bucher Reisen und Öger Tours könnten bald Käufer gefunden haben.

Den Urlaubern, die jetzt von der Pleite von Thomas Cook betroffen sind, hilft das nur bedingt. Wie die Zurich Versicherung bekanntgab, sei die deutsche Thomas Cook für Reisen von bis zu 110 Millionen Euro versichert. Entsprechend sollten Betroffene maximal darauf hoffen, einen Teil des Buchungsbetrag erstattet zu bekommen.