Dutzende Katzenmumien in Ägypten ausgegraben

Autor: Nicole Sälzle - Veröffentlicht am 19. November 2018

Archäologen haben in drei Gräbern mehrere Dutzend Katzenmumien gefunden, die in der Nähe der Hauptstadt Kairo vor hunderten von Jahren begraben wurden.

Souvenir - Ägyptische Katze
Im alten Ägypten waren Katzen heilig.

Dass in Ägypten Mumien ausgegraben werden, ist schon lange nichts Neues mehr. Auch, dass viele dieser Mumien Tieren zugeordnet werden, ist altbekannt. Dennoch ist dieser Fund reichlich spannend. In der Nähe der Hauptstadt Kairo haben Archäologen nun drei Gräber geöffnet, aus denen Dutzende Katzenmumien zum Vorschein kamen.

Katzen wurden von privilegierten Ägyptern schon vor rund 4.000 Jahren als Haustiere gehalten und heilig waren sie ihnen neben vielen weiteren Tieren ebenfalls. Deshalb konservierten die Ägypter die Leichname der Tiere wie sie es auch mit ihren menschlichen Verstorbenen taten.

Katzenmumien in Ägypten nicht der einzige Fund

Doch aus den Gräbern kamen nicht nur mumifizierte Katzen. Ihnen waren auch 100 vergoldete Katzenstatuen beigegeben. Eine Bronzeskulptur, die der Katzengöttin Bastet gewidmet war, wurde ebenfalls entdeckt. Diese Göttin mit Katzenkopf galt als Beschützerin vor dem Bösen und ebenso als Göttin der Fruchtbarkeit.

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Die vielen Katzenmumien hatten in den Gräbern aber auch noch tierische Gesellschaft. Die Antikenverwaltung in Ägypten teilte mit, dass in den Gräbern ebenfalls Holzsarkophage mit einbalsamierten Kobras und Krokodilen gefunden wurden. Welch ein Zusammenhang zwischen eben jenen Tieren und den modifizierten Katzen besteht, wenn überhaupt, ist den Forschern allerdings noch nicht bekannt.