Erneute Entdeckung in Ägypten: Sphinx-Figur bei Bauarbeiten ausgegraben

Autor: Nicole Sälzle - Veröffentlicht am 26. September 2018

Die Entdeckungen in Ägypten mehren sich gefühlt wieder. Dieses Mal fand man bei Bauarbeiten in einem Tempel eine schätzungsweise 2.000 Jahre alte Sphinx-Figur.

aegypten sphinx
Die Große Sphinx vor den Pyramiden von Gizeh ist eine der beliebtesten und bekanntesten Sehenswürdigkeiten Ägyptens.

Im Doppeltempel von Kom Ombo finden derzeit Bauarbeiten statt. Man möchte das antike Bauwerk besser vor dem steigenden Grundwasser schützen. Ein Problem, das in vielen Stätten in Ägypten vorliegt und das Ministerium für Antiquitäten in Ägypten oftmals vor eine Herausforderung stellt, schädigt das salzhaltige Wasser doch dauerhaft nicht nur die Gemäuer sondern auch eventuell darin enthaltene Schätze wie diese erst vor wenigen Tagen entdeckte Sphinx.

Daher baut man in Ägypten vermehrt Drainagensysteme, die das salzhaltige Wasser von den altertümlichen Bauwerken fernhalten sollen.

Sphinx ein wahres ägyptisches Highlight?

Ausgegraben wurde diese Sphinx aus Sandstein nahe des Doppeltempels, der den Gottheiten Sobek und Haroeris gewidmet ist und natürlich stellt sie nur eine von vielen Figuren dieser Art dar, waren diese doch im alten Ägypten weit verbreitet. Spannend ist aber mit Gewissheit das hohe Alter der Figur. Sie stammt aus einer Zeit, in der die Ptolemäer in Ägypten herrschten, eine griechische Dynastie, die das Land am Nil rund 300 Jahre lang fest in ihrer Hand hatten.

Für Ägypten selbst hat diese Sphinx allerdings auch noch eine ganz andere Bedeutung. Mit Funden wie diesem erhofft sich das Land erneut steigendes Interesse an einem Urlaub in Ägypten. Zwar konnten sich die wieder steigenden Zahlen durchaus sehen lassen, aber eine noch höhere Nachfrage ist natürlich gern gesehen. Nach den politischen Ereignissen der vergangenen Jahre, darunter auch und vor allem dem Arabischen Frühling, hatte das Land schließlich stark unter schwindenden Touristenströmen zu leiden. Insbesondere die europäischen Besucher blieben zuletzt aus.