Insolvenz: Thomas Cook stellt über Nacht Betrieb ein

Autor: Nicole Sälzle - Veröffentlicht am 23. September 2019

Ein böses Erwachen gab es am heutigen 23. September für zahlreiche Urlauber, als sie am Flughafen aufschlugen. Thomas Cook stellt aufgrund Insolvenz den Betrieb mit sofortiger Wirkung ein. Hunderttausende Urlauber stranden.

Thomas Cook
Das wars dann mit dem Urlaub – Thomas Cook ist am Ende.

600.000 Urlauber von Thomas-Cook-Insolvenz betroffen

Thomas Cook, einer der größten Reiseveranstalter weltweit, ist pleite. Das Debakel zeichnete sich schon lange ab und traf die Branche dann doch wie ein Schlag. Über die vergangenen Monate hinweg gab es zahlreiche Angebote von Investoren, Thomas Cook im Gesamten zu übernehmen oder auch nur die Airlines abzukaufen, womit dem Reiseveranstalter nach eigenen Angaben auch geholfen gewesen wäre.

Am Ende kam es zu keiner Einigung und somit droht ein weiterer Tiefschlag für die Reiseindustrie. Insgesamt 600.000 Urlauber, inklusive 140.000 deutschen Touristen, müssen nun aus ihrem Urlaubsort zurückgebracht werden.

Wie geht es mit Condor, Neckermann & Co. weiter?

Während Thomas Cook mit sofortiger Wirkung alle Flüge einstellte, fliegt die deutsche Airline Condor, die zum britischen Unternehmen gehört, noch weiter. Aufgrund der rechtlichen Lage darf sie aber keine Thomas Cook-Passagiere befördern.

Diskussionen dazu, wie Condor gerettet werden kann, die in den kommenden Monaten auf Millionen von Euro angewiesen sein wird, laufen bereits an. In Großbritannien wurden letzte Woche schon Notfallpläne geschmiedet, um die Urlauber wieder nach Hause holen zu können, sollte Thomas Cook insolvent gehen. Zuletzt war auf eine Pleite am 1. Oktober spekuliert worden, da an diesem Tag die Flugreiseveranstalterlizenz abgelaufen wäre.

Betroffen von der Thomas Cook-Pleite sind darüber hinaus Neckermann Reisen, Bucher Last Minute, Öger Tours und Air Marin. Sie alle haben die Buchung von Reisen ab sofort eingestellt.