Kampf dem Plastik am Roten Meer

Autor: Nicole Sälzle - Veröffentlicht am 15. März 2019

Weltweit regt sich Widerstand gegen Plastik und vor allem Plastikmüll. Auch am Roten Meer. Mit einer umfangreichen Kampagne sagt die ägyptische Regierung der Umweltverschmutzung den Kampf an.

Strand
Für einen plastikmüllfreien Strand.

Die ägyptische Regierung bündelt ihre Kräfte mit der Umweltschutzorganisation Hepca für eine umfassende Kampagne im Kampf gegen Plastik. Seit Jahren steht Plastik in der Kritik, da gerade Einwegartikel aus Plastik drastisch zur Verschmutzung der Umwelt beitragen.

Ahmed Abdullah, Gouverneur der Region Rotes Meer, erklärte in einer Pressemitteilung, dass man sich bewusst sei, dass die Natur der größte Schatz sei. Man müsse deshalb alles tun, um diesen zu bewahren. Deshalb tat sich die ägyptische Regierung nun mit der Umweltschutzorganisation Hepca zusammen. Die Region Rotes Meer soll von Plastik und vor allem Plastikmüll befreit werden.

Hotels ebenfalls an Bord

Außerdem holte man Reiseveranstalter wie ETI an Bord. Dieser verfügt unter anderem über Hotelketten wie die Red Sea Hotels, die das Siva Grand Beach zum ersten plastikfreien Hotel am Roten Meer erklärt hat. Das bedeutet, dass man dort künftig auf Einwegplastikartikel verzichten werde. Plastikbesteck wurde bereits aus dem Hotel verbannt. Lediglich mit den Wasserflaschen müsse man sich noch auseinandersetzen, erklärte ETI-Geschäftsführerin Maja-Jennifer Köhl.

Die zeigt sich darüber hinaus mit der Kundenresonanz äußerst zufrieden. Und selbst die Kosten hielten sich in Grenzen. Zwar müssten einmalige Investitionen getätigt werden, mittelfristig würde es aber nicht teurer werden.

Doch nicht nur die Hotels werden in die Pflicht genommen. Auch die Jugend soll ran, so Heba Shawky von Hepca. So seien Müllsammelaktionen geplant und Recycling-Initiativen mit den Schulen in der Region. Gerade im rechten Moment, denn nachdem Ägypten schon im vergangenen Jahr bei Urlaubern wieder punkten konnte, scheint das Land der Pharaonen auch in diesem Jahr wieder mächtig zuzulegen.