Kann man trotz Reisewarnung Urlaub in Ägypten machen?

Autor: Tobias Kurz - Veröffentlicht am 24. Juni 2020

Reisewarnung heißt nicht Reiseverbot. Was passiert, wenn Sie trotz Reisewarnung nach Ägypten fliegen und warum das Auswärtige Amt vor Reisen in das beliebte Urlaubsland abrät, erfahren Sie hier.

Rotes Meer Sinai
Für Ägypten-Urlauber sieht die Sommersaison 2020 eher mau aus.

Urlaub mit Quarantäne-Risiko

Viele Deutsche warten schon sehnsüchtig darauf, endlich wieder einen entspannten Urlaub in Ägypten machen zu können. Die gute Nachricht: Das nordafrikanische Land will Teile Ägyptens darunter auch Hurghada, Sharm el-Sheikh und El Gouna ab dem 1. Juli für den internationalen Tourismus öffnen. Auch Flüge nach Ägypten wird es dann wieder geben. Die schlechte Nachricht: Die Bundesregierung hat die Reisewarnung für Ägypten und weitere etwa 160 Länder außerhalb Europas bis einschließlich 31. August verlängert.

Und schon steckt der Ägypten-Urlauber in spe in der Zwickmühle: Denn eine Reisewarnung ist kein generelles Reiseverbot. Darum ist ein Urlaub am Roten Meer zumindest theoretisch möglich. Allerdings auf eigene Gefahr! Denn Sie müssen im Vergleich zu anderen Urlaubsländern mit Nachteilen rechnen.

Urlaubs-Rückkehrer aus Ägypten laufen Gefahr, in Deutschland in Quarantäne zu müssen. Das bedeutet, dass man zum Zeitraum des gebuchten Urlaubs noch einmal 14 Tage obendrauf für eine eventuelle Quarantäne rechnen muss. Denn Ägypten zählt zurzeit als Risikogebiet.

Das Auswärtige Amt rät darüber hinaus von touristischen Reisen nach Ägypten ab, weil die Reisemöglichkeiten im Land wegen des Coronavirus stark eingeschränkt sind. Urlauber müssen mit Temperaturmessungen sowie Corona-Tests rechnen. Bei einem positiven Test auf Covid-19 kann eine Isolation in einem örtlichen Krankenhaus erfolgen, die erheblich unter deutschen Standards liegt.