Rätsel gelöst? So könnte die Cheops-Pyramide entstanden sein

Autor: Nicole Sälzle - Veröffentlicht am 22. Mai 2019

Die Pyramiden von Gizeh faszinieren die Menschen bis heute und noch immer bergen sie viele Geheimnisse. Eines dieser Geheimnisse könnte nun gelüftet worden sein.

Cheopspyramide mit SphinxForscher gehen weiterhin der Frage nach, wie die Cheops-Pyramide überhaupt erbaut wurde. Sie ist schließlich nicht nur eine der ägyptischen Sehenswürdigkeiten schlechthin, sondern auch ein wahres Wunderwerk des Baus. Die Lösung hat nun womöglich ein Architekt parat. Die Theorie von Bernhard Kerres stützt sich auf die Beschreibung des griechischen Gelehrten Herodot, der beschreibt, dass in die Pyramide hinein ein Graben führe, in den wiederum durch einen gemauerten Eintrittskanal Wasser fließe und eine Insel bilde. Das klingt zu kurios um wahr zu sein, dachten sich viele Wissenschaftler bis heute und taten diese Beschreibung zumeist ab. Aber genau diese Beschreibung könnte der Schlüssel zum Bau der Cheops-Pyramide in Gizeh sein.

Wie Kerres in seinem Buch „In der Mitte der Pyramide“ schildert, sei es schwer, große Steinblöcke wie die zum Bau der Pyramide verwendeten, schräg nach oben zu befördern. Dass so große Steinblöcke aber tatsächlich verwendet wurden, spricht dafür, dass die Ägypter wohl kein Problem damit hatten, sie mit fortschreitender Höhe die gesamte Pyramide nach oben zu transportieren. Andernfalls hätten sie kleinere Blöcke verwendet.

Ein Aufzug in der Pyramide

Ein mithilfe des Wassergrabens betriebener Wechselaufzug hätte ihm zufolge Blöcke mit einem Gewicht von bis zu 30 Tonnen in eine beliebige Höhe befördern können. Natürlich, nachdem sie zuerst über den Kanal vom Nil direkt in die Pyramide transportiert wurden.

Kerres könnte damit gleich noch ein Problem gelöst haben. Denn der sogenannte Prozessionsweg hat einen merkwürdigen Lauf – und das, obwohl die Ägypter in der Regel äußerst akkurat arbeiteten. Womöglich ist der Prozessionsweg also gar kein Prozessionsweg – sondern stellte die Anlieferung für die Steinblöcke dar.

Und auch um den Schutt weiß Kerres Bescheid. Der sei im Inneren der Pyramide verbaut worden. Schließlich gebe es bis dato noch keine Pyramide, in deren Inneren Forscher durchgehend Steinblöcke gefunden hätten.