Seit Juni gilt ein Plastikverbot am Roten Meer

Autor: Nicole Sälzle - Veröffentlicht am 11. Juni 2019

Ägypten hat – wie die meisten anderen Länder dieser Welt ebenso – ein Müllproblem. Plastik verschmutzt die Umwelt, tötet Pflanzen und Tiere und sieht abscheulich aus. Seit dem 1. Juni gilt deshalb das Plastikverbot.

Schnorcheln im Roten MeerDer Startschuss am 1. Juni fiel somit idealerweise in die Sommer- und Feriensaison am Roten Meer, wenn es mehr und mehr Urlauber unter anderem an die Küste von Hurghada zieht. Die dürfte unter dem in der Region nun geltenden Plastikverbot nun deutlich sauberer aussehen.

Seit Monaten zeichnete sich dieses Plastikverbot schon ab und zahlreiche Hotels wurden auch schon im Vorfeld aktiv, zum Beispiel, in dem sie Einweg- durch Mehrwegartikel ersetzten.

Strohhalme, Tüten, Teller und Besteck aus Plastik und vieles weitere gehört in Hurghada somit der Vergangenheit an und darf nicht mehr verwendet werden. Wie Ahmed Abdallah, Gouverneur der Provinz Bahr Al-Ahmar, schon im April bekanntgab, handle es sich dabei um den Kampf gegen die Plastikflut.

Erreichen möchte man damit, dass sowohl Unternehmen wie auch Privatleute künftig auf Alternativen aus Papier ausweichen oder Mehrwegverpackungen und -artikel nutzen.

Das Verbot gilt nur regional

Das Plastikverbot gilt derzeit nur in der Provinz Bahr Al-Ahmar. Deshalb mag das Verbot auf den ersten Blick wenig vielversprechend wirken – bis man sich die Landkarte anschaut. Rund 800 Kilometer weit erstreckt sich die Provinz am Roten Meer und zieht sich bis in den Sudan.

Abdallah zeigt sich jedenfalls zuversichtlich. Dass das Verbot einen negativen Einfluss auf den Tourismus hat, glaubt er nicht. Für die Leute in Hurghada und der Provinz am Roten Meer sei der Tourismus die wichtigste Einkommensquelle. Um die Qualität zu steigern, müsse man auch auf die Umwelt und die Gesundheit achten.