Nach Thomas Cook-Pleite: Urlauber sollen Hotels nochmals zahlen

Autor: Nicole Sälzle - Veröffentlicht am 27. September 2019

Reiseveranstalter Thomas Cook ist insolvent und das hat weitreichende Folgen. Das bekommen zahlreiche Urlauber diese Woche deutlich zu spüren.

Thomas Cook
Nach der Pleite von Thomas Cook warten viele deutsche Urlauber auf ihren Rückflug.

Pauschalurlauber erneut zur Kasse gebeten

Mit dem Aus des Reiseveranstalters Thomas Cook mussten und müssen Tausende von Urlauber aus ihren Urlaubsländern zurückgeholt werden. Doch die Rückkehr in die eigene Heimat ist nicht das einzige Problem, mit dem sich die Urlauber konfrontiert sehen. Einige Pauschalurlauber sahen sich noch einer ganz anderen Thematik gegenüber: Hotels zwangen sie dazu, die Rechnung nochmals zu bezahlen.

Das gab der Deutsche Reiseverband (DRV) an, der erklärte, dass Urlauber vermehrt gezwungen worden seien, ein weiteres Mal für ihren Hotelaufenthalt zu zahlen.

Laut DRV-Präsident Norbert Fiebig verhielten sich die meisten Hotels zwar fair, aber es gäbe leider auch andere Fälle, die völlig inakzeptabel seien. Der DRV argumentiert, die Urlauber hätten den Reisepreis schließlich bezahlt, weshalb es keinen Grund gäbe, sie vor Ort festzuhalten. Zumal spätestens seit der Insolvenz der deutschen Thomas Cook GmbH die Insolvenzversicherung des Reiseveranstalters für die Begleichung offener Rechnungen wie Hotelübernachtungen oder den Rückflug nach Deutschland aufkommt.

Aufforderung an die Hotels

Der DRV schaltete sich deshalb bereits ein und rief die betreffenden Hotelverbände und Fremdenverkehrsämter dazu auf, zu handeln. Der Insolvenzversicherer Zurich hatte bereits zugesichert, die Kosten für die Hotels infolge der Insolvenz von Thomas Cook Deutschland zu übernehmen. Diese Information müsse unbedingt weitergegeben werden.

Diese betrifft alle Pauschalreisende, die über Thomas Cook bzw. eine der Reiseveranstaltermarken des Konzerns (Neckermann Reisen, Öger Tours, Bucher Reisen, Air Marin) ihren Urlaub gebucht haben.