Kurz erklärt: Der Ras-Mohammed-Nationalpark liegt an der Südspitze der Sinai-Halbinsel nahe Sharm el-Sheikh und ist Ägyptens erster Nationalpark. Er verbindet Wüstenküste, Mangroven und Korallenriffe. Besucher kommen für Schnorchelstopps, Aussichtspunkte und Naturerlebnisse, meist im Tagesausflug per Boot oder Bus.
Was ist der Ras-Mohammed-Nationalpark?
Der Ras-Mohammed-Nationalpark umfasst die südliche Spitze der Sinai-Halbinsel, dort, wo der Golf von Suez und der Golf von Aqaba aufeinandertreffen. Das Gebiet wurde 1983 unter Schutz gestellt und gilt als der erste Nationalpark Ägyptens. Zum Park gehören Land- und Meeresflächen.
Passend dazu: der Nationalpark Gebel Elba im Süden Ägyptens, der nicht für Touristen geöffnet ist.
Die Landschaft ist rau: Felsiges Wüstenland endet an Klippen und Buchten, davor liegen Korallenriffe. Der Park gehört zu den bekanntesten Naturzielen der Region Sharm el-Sheikh. Eine Übersicht zur Gegend finden Sie auf der Seite zur Sinai-Halbinsel.
Wo liegt Ras Mohammed, und wie kommen Sie hin?
Ras Mohammed liegt südwestlich von Sharm el-Sheikh am Ende der Halbinsel. Die Anreise erfolgt meist im Rahmen eines organisierten Ausflugs per Bus oder Boot. Viele Hotels und Veranstalter in Sharm el-Sheikh bieten Touren an, die Abholung ist im Preis üblich.
Der Zugang ist kontrolliert. Halten Sie Reisepass und die nötigen Unterlagen bereit, denn am Eingang wird kontrolliert. Wer individuell anreisen möchte, klärt Zugang und Regeln vorab bei Hotel oder Veranstalter. Mehr zur Stadt lesen Sie auf der Seite zu Sharm el-Sheikh.
Was gibt es im Nationalpark zu sehen?
Zu den Höhepunkten gehören Aussichtspunkte über das Meer, Strände mit klarem Wasser und eine Mangrovenlandschaft, in der Salzwasserbäume im Gezeitenbereich wachsen. An der Küste sehen Sie fossile Korallenterrassen, Zeugen früherer Meeresspiegel.
Bekannt sind außerdem Orte wie das Shark Observatory, ein Aussichtspunkt, von dem aus sich im Meer Rifffische und mit Glück größere Tiere beobachten lassen, sowie die Yolanda Bay. Ein Besuch ist ein Mix aus Natur, Aussicht und Wasser. Welche Stationen Ihr Ausflug anfährt, hängt vom Veranstalter ab.
Wie ist Schnorcheln am Ras Mohammed?
Das Schnorcheln gehört zu den Hauptgründen für einen Besuch. Das Wasser ist klar, die Riffkanten fallen steil ab, und Fischschwärme sind häufig. Schnorchelstopps liegen je nach Tour an geschützten Stellen.
Anfänger bleiben in Ufernähe und beachten Strömung und Wind. Ein Lycra-Shirt oder Neopren-Shorty schützt vor Sonne und Auskühlung. Mehr zu Technik, Ausrüstung und Revieren finden Sie auf der Seite Schnorcheln in Ägypten.
Wie ist das Tauchen am Ras Mohammed?
Der Nationalpark gehört zu den bekanntesten Tauchgebieten des Roten Meeres. Die Riffwände fallen tief ab, die Strömung ist teils stark, und die Fischvielfalt ist hoch. Bekannte Plätze sind Shark Reef und Yolanda Reef.
Tauchen ist Fortgeschrittenen und erfahrenen Anfängern mit Guide vorbehalten, die Strömung verlangt Erfahrung. Details zu den Plätzen finden Sie auf den Seiten zum Tauchen am Ras Mohammed und zu Shark Reef und Yolanda Reef. Dieser Beitrag konzentriert sich auf den Besuch als Ausflugsziel.
Was ist die Yolanda Bay?
Die Yolanda Bay trägt den Namen eines Schiffes, das hier einst gesunken ist. Berühmt ist das Riff dort für seine Fischvielfalt und seine Tauchplätze. Für Besucher an Land ist die Bucht ein Aussichtspunkt und ein Ort für Schnorchelpausen, sofern das Programm dies vorsieht.
Wichtig ist der Respekt vor dem Riff: Nichts anfassen, nichts mitnehmen. Taucher und Schnorchler sollen sich an die Regeln halten.
Welche Regeln gelten im Nationalpark?
Im Nationalpark gelten strenge Regeln zum Schutz der Natur. Korallen, Muscheln und Fossilien dürfen nicht mitgenommen werden, Fische nicht gefüttert, Abfälle nicht zurückgelassen. Fahrzeuge bleiben auf den Wegen.
Ranger kontrollieren die Einhaltung. Folgen Sie den Hinweisen der Begleiter. Ein Eintritt wird erhoben, er ist meist in organisierten Ausflügen enthalten oder wird gesondert erhoben, fragen Sie vorab nach.
Wann ist die beste Reisezeit für Ras Mohammed?
Der Park lässt sich ganzjährig besuchen. Für Boote und Schnorchelstopps ist ruhige See wichtig; Wind kann Fahrten verzögern. Im Sommer ist es sehr heiß, daher sind Vormittage und frühe Termine besser. Im Winter sind Luft und Wasser kühler, doch die Sicht ist oft gut.
Frühling und Herbst gelten als angenehm. Eine Übersicht über die Jahreszeiten bietet der Reisekalender.
Welche Tiere und Pflanzen gibt es?
Im Meer leben Rifffische und Korallen, an den Küsten Seevögel. Zu den Pflanzen gehören Mangroven und Wüstenpflanzen. Die Gegend ist zudem eine wichtige Route für Zugvögel im Frühjahr und Herbst, da die Sinai-Halbinsel zwischen Afrika und Eurasien liegt.
Welche Tiere Sie sehen, hängt von Jahreszeit und Ort ab. Geduld und leise Bewegung erhöhen die Chance. Garantien gibt es nicht, die Tiere leben in freier Natur.
Wie unterscheidet sich Ras Mohammed von Nabq?
Beide Schutzgebiete liegen bei Sharm el-Sheikh. Ras Mohammed liegt im Süden mit Klippen, Riffen und Aussichtspunkten, Nabq weiter nördlich an der Küste mit Mangroven und Naturstränden. Beide bieten Natur, aber unterschiedliche Landschaften.
Wer mehr Zeit hat, kann beide verbinden. Mehr zum zweiten Gebiet finden Sie auf der Seite zum Nationalpark Nabq.
Eignet sich Ras Mohammed für Kinder?
Für Kinder sind Ausflüge in den Nationalpark möglich, wenn sie gern draußen sind und Hitze vertragen. Schnorcheln mit Schwimmweste, kurze Spaziergänge und Aussichtspunkte sind geeignet. Lange Fahrten und Hitze sind eine Belastung.
Planen Sie Pausen, Schatten und ausreichend Wasser ein. Wer mit Kleinkindern reist, wählt kürzere Touren oder lässt den Park aus.
Was sind die fossilen Korallenterrassen?
Entlang der Küste sehen Sie helle Felsstufen, die aus versteinerten Korallen bestehen. Sie entstanden, als der Meeresspiegel höher lag und die Riffe später trockenfielen. So lässt sich an der Küste ablesen, wie sich die Landschaft über lange Zeiträume verändert hat.
Die Terrassen sind empfindlich. Betreten Sie nur markierte Wege und nehmen Sie keine Stücke mit. Wer genau hinschaut, erkennt Strukturen von Korallen im Gestein.
Warum ist Ras Mohammed für den Naturschutz wichtig?
Der Park schützt Riffe, Küstenlandschaft und Lebensräume, die in anderen Teilen der Küste unter Druck stehen. Beschränkungen für Boote, Fischerei und Besucher sollen die Riffe erhalten. Dazu gehören Regeln für Ankern, Müll und Abstand zu Tieren.
Als Besucher tragen Sie dazu bei, indem Sie sich an Wege und Hinweise halten und Veranstalter wählen, die Regeln ernst nehmen. Ein verantwortungsvoller Besuch hilft, dass der Park auch künftigen Gästen offensteht.
Wie lässt sich der Besuch mit anderen Ausflügen kombinieren?
Ein Tag im Nationalpark lässt sich gut mit einem Strandtag oder einem Abend in Naama Bay verbinden. Wer mehrere Tage in Sharm el-Sheikh bleibt, kombiniert Ras Mohammed mit Nabq oder einem Ausflug ins Gebirge zum Katharinenkloster.
Planen Sie nicht zu viel an einem Tag, denn die Fahrten sind lang und die Sonne ist stark. Ein ruhiger Tag nach dem Ausflug tut gut.
Welche Fotomotive bietet der Park?
Gut gelingen Weitblicke über das Meer von den Klippen, die Farbverläufe von Hellblau bis Tiefblau am Riffrand und die Strukturen der Korallenterrassen. Unter Wasser sind Fischschwärme und Riffwände dankbare Motive. Eine wasserdichte Hülle oder Kamera lohnt sich.
Das Licht ist am Vormittag am weichsten. Mittags wirkt es hart, Reflexionen auf dem Wasser stören. Fotografieren Sie nur, wo es erlaubt ist, und stören Sie keine Tiere für ein Bild.
Wie sieht ein typischer Tagesablauf aus?
Die Abholung erfolgt am Morgen am Hotel. Nach der Fahrt zum Park folgen Aussichtspunkte, Strandzeit und Schnorchelstopps. Mittags gibt es meist eine Verpflegung, am Nachmittag geht es zurück.
Der genaue Ablauf hängt vom Veranstalter ab. Fragen Sie vorab nach Programm, Dauer und Gruppengröße. Konkrete Preise ändern sich laufend, deshalb nennen wir keine festen Werte.
Was gehört in den Rucksack?
Nehmen Sie Badesachen, ein Handtuch, ein Lycra-Shirt, Hut, Sonnenbrille und hohen Lichtschutzfaktor mit. Feste Schuhe helfen an felsigen Stellen, Badeschuhe im Wasser.
Eine Windjacke für die Bootsfahrt, ausreichend Trinkwasser und eine wasserdichte Hülle für das Handy sind sinnvoll. Reisepass nicht vergessen.
Was gilt für Sicherheit und Gesundheit?
Folgen Sie den Hinweisen der Guides, beachten Sie Strömung und Wind, und schwimmen Sie nie allein weit hinaus. Sonnenschutz und Trinken sind wichtig, besonders im Sommer. Aktuelle Hinweise bieten die Seiten Sicherheit in Ägypten und Gesundheit und Impfungen.
Welche weiteren Ziele gibt es bei Sharm el-Sheikh?
Neben dem Nationalpark lohnen Naama Bay, Ras Um Sid und das Katharinenkloster im Gebirge. Wer Kultur sucht, plant einen Ausflug zum Kloster, wer Strand sucht, wählt eine der Buchten.
Mehr dazu auf den Seiten zu Naama Bay und zum Katharinenkloster.
Häufige Fragen zum Ras Mohammed Nationalpark
Wo liegt der Ras-Mohammed-Nationalpark?
An der Südspitze der Sinai-Halbinsel, südwestlich von Sharm el-Sheikh.
Seit wann ist Ras Mohammed Nationalpark?
Seit 1983, es ist der erste Nationalpark Ägyptens.
Kann man am Ras Mohammed schnorcheln?
Ja, bei geeigneten Stopps. Das Wasser ist klar, die Riffe sind belebt.
Braucht man einen Reisepass?
Ja, der Zugang wird kontrolliert. Halten Sie Ihren Reisepass bereit.
Was ist der Unterschied zwischen Ras Mohammed und Nabq?
Ras Mohammed liegt im Süden mit Klippen und Riffen, Nabq nördlich mit Mangroven und Naturstränden.
