Tauchen in Marsa Alam

Von der Aegypten.de-Redaktion Aktualisiert: Juni 2026 7 Min. Lesezeit
Tauchen in Marsa Alam

Kurz erklärt: Marsa Alam gilt als eines der intakten Tauchreviere am Roten Meer. Du tauchst an steilen Korallenwänden wie Elphinstone, an leicht erreichbaren Hausriffen und in Schutzbuchten, in denen mit etwas Glück Dugongs, Schildkröten und Delfine vorbeiziehen. Die Sicht ist meist hervorragend.

Von der Aegypten.de-Redaktion · Stand: Juni 2026

Warum lohnt sich Tauchen in Marsa Alam besonders?

Marsa Alam lohnt sich, weil die Region am südlichen Roten Meer bis heute vergleichsweise unberührte Riffe und eine große Artenvielfalt bietet. Du findest hier intakte Korallengärten, steile Außenriffe und ruhige Buchten dicht beieinander. Anders als in stärker frequentierten Gebieten kannst du oft schon vom Strand aus über ein lebendiges Hausriff ins Wasser gehen. Die Sicht ist meist sehr gut, und die Tierwelt reicht von Anthias-Schwärmen über Schildkröten bis zu Großfisch an den Außenriffen. Wenn du mehr über die Bandbreite ägyptischer Reviere erfahren möchtest, hilft dir der Überblick zum Tauchen in Ägypten bei der Orientierung. Allgemeine Reiseinfos findest du in der Reiseübersicht zu Marsa Alam.

Was macht das Elphinstone Reef so berühmt?

Das Elphinstone Reef ist berühmt für seine eindrucksvollen Steilwände, die senkrecht in die Tiefe abfallen und dicht mit Weich- und Hartkorallen bewachsen sind. Das langgestreckte Riff liegt im offenen Wasser vor der Küste und wird per Tagesausflug mit dem Boot angefahren. An den Plateaus und Drop-offs ziehen mit etwas Glück Großfische vorbei, und in der kühleren Jahreszeit sind hier gelegentlich Haie zu beobachten. Durch die exponierte Lage können kräftige Strömungen auftreten, weshalb sich der Spot eher an erfahrene Taucherinnen und Taucher richtet. Mehr Details zu Topografie und Tauchprofil liest du auf der Seite zum Tauchspot Elphinstone Reef.

Wo kann ich in Marsa Alam Dugongs sehen?

Dugongs lassen sich in Marsa Alam am ehesten in der Bucht von Abu Dabbab beobachten, wo ausgedehnte Seegraswiesen den Seekühen Nahrung bieten. Mit etwas Glück gleitet dort ein Dugong gemächlich über den Grund, oft begleitet von Schildkröten, die im selben Lebensraum grasen. Eine Begegnung lässt sich aber nie garantieren, da die Tiere scheu und in ihrer Bewegung frei sind. Halte stets Abstand, folge den Tieren nicht und vermeide jede Berührung, damit das empfindliche Verhalten nicht gestört wird. Wie der Tauch- und Schnorchelplatz aufgebaut ist, erklärt dir die Seite zum Tauchspot Abu Dabbab. Schildkröten triffst du dort regelmäßig im flachen Bereich an.

Welche Hausriffe sind für Einsteiger geeignet?

Für Einsteiger eignen sich vor allem die geschützten Buchten und Hausriffe, die flach beginnen und einen ruhigen Einstieg erlauben. In Marsa Mubarak etwa findest du Sandflächen, Seegras und kleine Korallenblöcke in geringer Tiefe, an denen du dich ohne starke Strömung orientieren kannst. Auch hier ziehen mit etwas Glück Schildkröten oder vereinzelt Dugongs vorbei. Solche Plätze sind ideal, um Übung zu sammeln, bevor du dich an exponiertere Außenriffe wagst. Viele Basen bieten geführte Tauchgänge direkt vom Ufer an. Welche Bedingungen dich vor Ort erwarten, beschreibt die Seite zum Tauchspot Marsa Mubarak im Detail, inklusive Hinweisen zu Tiefe und Tierwelt.

Kann ich in Marsa Alam mit Delfinen tauchen?

Ja, im Riffsystem Shaab Samadai, dem sogenannten Dolphin House, halten sich häufig Spinnerdelfine auf, die du beim Schnorcheln oder Tauchen mit etwas Glück erleben kannst. Das hufeisenförmige Riff bildet eine ruhige Lagune, in der sich die Tiere tagsüber gern ausruhen. Um die Delfine zu schützen, ist das Areal in Zonen unterteilt; in der eigentlichen Ruhezone ist der Zugang eingeschränkt. Eine Begegnung ist nicht garantiert, denn die Tiere bewegen sich frei und ungestört. Verzichte auf Annäherung und folge den Vorgaben der Guides. Wie der Besuch abläuft, erfährst du auf der Seite zum Tauchspot Shaab Samadai.

Wie warm ist das Wasser und wie ist die Sicht?

Die Wassertemperatur in Marsa Alam liegt grob zwischen 22 und 28 °C, wobei die kühleren Werte in den Wintermonaten und die wärmeren im Hochsommer erreicht werden. Im Winter ist ein dickerer Neoprenanzug ratsam, im Sommer reicht vielen Tauchern ein dünnerer Shorty. Die Sicht ist im Roten Meer generell sehr gut und erreicht an den Außenriffen häufig 20 bis 40 Meter, sofern keine Trübung durch Wind oder Plankton auftritt. Diese klaren Bedingungen machen die Region für Unterwasserfotografie besonders attraktiv. Plane deine Ausrüstung anhand der Saison; eine genaue Tagestemperatur kann dir die örtliche Tauchbasis nennen. Verlässliche Pauschalwerte gibt es nicht, da Wetter und Strömung schwanken.

Wann ist die beste Reisezeit zum Tauchen?

Grundsätzlich kannst du in Marsa Alam ganzjährig tauchen, da das Rote Meer auch im Winter angenehm temperiert bleibt. Als besonders ausgewogen gelten das Frühjahr von März bis Juni und der Herbst von September bis November, weil dann Luft- und Wassertemperaturen gut harmonieren und die Bedingungen häufig ruhig sind. Im Hochsommer wird es an Land sehr heiß, das Wasser ist dafür am wärmsten. Im Winter solltest du dich auf kühlere Tauchgänge einstellen, profitierst aber oft von ruhigerem Andrang. Für die Außenriffe lohnt es sich, die Strömungsverhältnisse vorab mit der Tauchbasis zu besprechen. Mehr zu Klima und Anreise findest du in der Reiseübersicht Marsa Alam.

Welche Erfahrung und welche Brevets brauche ich?

Für die ruhigen Hausriffe genügt in der Regel ein Open-Water-Brevet, da du dich dort in überschaubaren Tiefen und ohne starke Strömung bewegst. Anspruchsvollere Plätze wie Elphinstone setzen mehr Erfahrung voraus, weil Strömung, Tiefe und das offene Wasser eine sichere Tarierung und Routine erfordern; viele Basen empfehlen hier ein Advanced-Brevet und eine Mindestzahl geloggter Tauchgänge. Wer noch keine Lizenz hat, kann vor Ort einen Tauchkurs beginnen. Achte bei der Wahl der Basis auf zertifizierte Ausbildung und verantwortungsvollen Umgang mit den Riffen; Organisationen wie HEPCA, die sich für den Meeresschutz im Roten Meer einsetzen, geben Orientierung zu nachhaltigem Tauchtourismus. Plane Tauchgänge stets im Rahmen deiner Ausbildung.

Wie tauche ich verantwortungsvoll und schütze die Riffe?

Verantwortungsvolles Tauchen beginnt mit guter Tarierung, damit du Korallen nicht mit Flossen oder Ausrüstung berührst oder aufwirbelst. Halte Abstand zu Tieren wie Schildkröten, Dugongs und Delfinen, jage ihnen nicht nach und verzichte auf Berührungen, denn schon Nähe kann ihr Verhalten stören. Nimm nichts aus dem Wasser mit und hinterlasse keinen Müll. Achte auf riff-schonende Sonnenschutzmittel und respektiere die Zonierung geschützter Areale wie Shaab Samadai. Indem du diese Regeln befolgst, trägst du dazu bei, dass die intakten Riffe rund um Marsa Alam erhalten bleiben. Eine gute Einführung ins Thema bietet auch der allgemeine Ratgeber zum Tauchen in Ägypten mit weiteren Hinweisen.

Du planst deine Tauchreise? Im Reiseführer zu Marsa Alam – Reiseübersicht findest du Orte, Hotels und Angebote für die Region.

Häufige Fragen zu Tauchen in Marsa Alam

Kann man in Marsa Alam vom Strand aus tauchen?

Ja, viele Hotels und Tauchbasen verfügen über erreichbare Hausriffe, an denen du direkt vom Ufer ins Wasser gehen kannst.

Sind Dugong-Sichtungen garantiert?

Nein, Dugongs sind frei lebende Wildtiere. In Seegrasbuchten wie Abu Dabbab triffst du sie mit etwas Glück, eine Garantie gibt es nicht.

Eignet sich Marsa Alam auch zum Schnorcheln?

Ja, die flachen Hausriffe und geschützten Buchten sind auch zum Schnorcheln gut geeignet, etwa um Schildkröten und Korallen zu beobachten.