Kurz erklärt: Sharm El-Sheikh zählt zu den besten Tauchrevieren weltweit. Vom geschützten Nationalpark Ras Mohammed über die strömungsreichen Steilwände der Tiran-Riffe bis zum legendären Shark & Yolanda Reef erwarten dich warmes Wasser, oft hervorragende Sicht und eine farbenfrohe Unterwasserwelt für nahezu alle Erfahrungsstufen.
Von der Aegypten.de-Redaktion · Stand: Juni 2026
Diese Fragen beantworten wir dir auf dieser Seite:
- Warum ist Sharm El-Sheikh ein so gutes Tauchrevier?
- Was macht den Nationalpark Ras Mohammed beim Tauchen besonders?
- Welche Tiran-Riffe lohnen sich für Taucher?
- Wie warm ist das Wasser zum Tauchen in Sharm El-Sheikh?
- Welche Tiere kann man beim Tauchen entdecken?
- Eignet sich Sharm El-Sheikh auch für Tauchanfänger?
- Wann ist die beste Reisezeit zum Tauchen?
- Was kostet das Tauchen in Sharm El-Sheikh ungefähr?
- Wie taucht man umweltbewusst am Roten Meer?
Warum ist Sharm El-Sheikh ein so gutes Tauchrevier?
Sharm El-Sheikh gilt als eines der schönsten Tauchgebiete der Welt, weil hier auf engem Raum unterschiedlichste Reviere zusammentreffen. An der Südspitze der Sinai-Halbinsel triffst du auf intakte Korallenriffe, steile Drop-offs und einen außergewöhnlichen Artenreichtum. Das warme Wasser des Roten Meeres, die meist ausgezeichnete Sicht und die kurzen Bootswege zu Top-Spots machen das Revier besonders attraktiv. Vom geschützten Hausriff für Einsteiger bis zu strömungsreichen Steilwänden für Fortgeschrittene findest du hier passende Bedingungen. Mehr Inspiration rund um das Tauchen in Ägypten bekommst du im großen Überblick zu den Tauchregionen am Roten Meer.
Was macht den Nationalpark Ras Mohammed beim Tauchen besonders?
Ras Mohammed ist der berühmteste Tauchplatz der Region und seit 1983 als Meeres-Nationalpark geschützt. An der Südspitze der Sinai-Halbinsel treffen die Wassermassen des Golfs von Suez und des Golfs von Aqaba aufeinander, was nährstoffreiches Wasser und eine spektakuläre Artenvielfalt bringt. Steile Riffwände fallen oft fast senkrecht in die Tiefe ab und sind dicht mit Weichkorallen und Gorgonien bewachsen. Mit etwas Glück begegnest du großen Fischschwärmen, Schildkröten oder Barrakudas. Der Park ist Heimat des legendären Shark & Yolanda Reef, das viele Taucher als Höhepunkt ihrer Ägypten-Reise bezeichnen. Da der gesamte Bereich streng geschützt ist, gelten hier besondere Regeln, an die sich Tauchbasen und Gäste zum Erhalt der Riffe halten müssen.
Welche Tiran-Riffe lohnen sich für Taucher?
Die Tiran-Riffe in der Straße von Tiran zählen zu den eindrucksvollsten Spots vor Sharm El-Sheikh. Vier große Riffe liegen hier in einer Reihe, jedes mit eigenem Charakter und teils kräftigen Strömungen, die für reiches Leben sorgen. Am Jackson Reef faszinieren steile Wände und große Fischschwärme, während das Gordon Reef mit seinem markanten Schiffswrack und sandigen Plateaus besticht. Das Thomas Reef ist für seinen farbenprächtigen Korallenbewuchs und den anspruchsvollen Canyon bekannt. Aufgrund der teils kräftigen Strömungen eignen sich die Tiran-Riffe besonders für erfahrene Taucher, die mit Drift-Tauchgängen vertraut sind. Wer hier abtaucht, wird mit dichtem Leben, prächtigen Korallengärten und beeindruckenden Ausblicken in die Tiefe belohnt.
Wie warm ist das Wasser zum Tauchen in Sharm El-Sheikh?
Die Wassertemperaturen liegen in Sharm El-Sheikh ganzjährig in einem angenehmen Bereich und bewegen sich je nach Saison etwa zwischen 21 und 29 °C. Im Winter, von Dezember bis Februar, kühlt das Rote Meer auf rund 21–23 °C ab, sodass ein 5-Millimeter-Anzug oder ein Halbtrockenanzug empfehlenswert ist. Im Sommer steigen die Werte auf etwa 27–29 °C, hier reicht oft ein dünnerer Neoprenanzug. Die Sicht ist in vielen Fällen hervorragend und erreicht häufig 20 bis 40 Meter. Diese stabilen Bedingungen sind ein Grund, warum das Revier bei Tauchern aus aller Welt so beliebt ist.
Welche Tiere kann man beim Tauchen entdecken?
Die Unterwasserwelt rund um Sharm El-Sheikh ist außergewöhnlich vielfältig und farbenfroh. An den Riffen siehst du nahezu immer dichte Schwärme von Glasfischen, Anthias und Falterfischen sowie prächtig bewachsene Hart- und Weichkorallen. Mit etwas Glück begegnest du Meeresschildkröten, Adlerrochen, Napoleon-Lippfischen oder kleineren Riffhaien an den Steilwänden der Tiran-Riffe. In den tieferen Bereichen von Ras Mohammed ziehen mit etwas Glück große Barrakuda- und Schnapperschwärme vorbei. Auch farbenfrohe Muränen, Drückerfische und Anemonenfische gehören zum Alltag. Wer aufmerksam taucht, entdeckt zudem gut getarnte Skorpionfische und Steinfische, die du jedoch keinesfalls berühren solltest. Gerade die Vielfalt auf engstem Raum macht jeden Tauchgang hier zu einem kleinen Abenteuer.
Eignet sich Sharm El-Sheikh auch für Tauchanfänger?
Ja, Sharm El-Sheikh eignet sich hervorragend für Tauchanfänger und bietet ideale Bedingungen für den Einstieg. Zahlreiche geschützte Hausriffe und flache Buchten mit ruhigem Wasser sind perfekt für erste Atemzüge unter Wasser und für Tauchkurse. Viele Tauchbasen vor Ort bieten anerkannte Ausbildungen nach internationalen Standards an, vom Schnuppertauchen bis zum kompletten Zertifikat. Seriöse Basen achten dabei auf Sicherheit und einen rücksichtsvollen Umgang mit dem Riff. Informationen zu Riffschutz und nachhaltigem Tauchen am Roten Meer findest du bei der Umweltorganisation HEPCA. Für anspruchsvollere Strömungstauchgänge an den Tiran-Riffen solltest du jedoch bereits etwas Erfahrung mitbringen.
Wann ist die beste Reisezeit zum Tauchen?
Grundsätzlich kannst du in Sharm El-Sheikh das ganze Jahr über tauchen, doch Frühling und Herbst gelten als besonders angenehm. Von März bis Mai und von September bis November sind sowohl Luft- als auch Wassertemperaturen mild, die Sicht ist häufig hervorragend und die Riffe zeigen sich besonders lebendig. Der Sommer bringt warmes Wasser, aber auch sehr hohe Lufttemperaturen, die an Land schnell anstrengend werden können. Im Winter ist das Wasser kühler, dafür sind die Tauchplätze ruhiger. Eine Übersicht zu Klima, Anreise und Unterkünften vor Ort liefert dir die Reiseübersicht zu Sharm El-Sheikh.
Was kostet das Tauchen in Sharm El-Sheikh ungefähr?
Die Kosten fürs Tauchen in Sharm El-Sheikh hängen stark von Umfang und Anbieter ab, sind im internationalen Vergleich aber moderat. Für einen geführten Bootstauchgang inklusive Ausrüstung solltest du grob mit einem überschaubaren zweistelligen Eurobetrag rechnen, oft sind Mehrtagespakete günstiger pro Tauchgang. Ein kompletter Anfängerkurs nach internationalem Standard kostet in der Regel ca. einige hundert Euro, abhängig von Basis und Kursdauer. Hinzu kommen Gebühren für die Nationalparks wie Ras Mohammed sowie eventuell Trinkgelder für die Crew. Konkrete Preise erfragst du am besten direkt bei den Tauchbasen vor Ort, da Angebote und Leistungen deutlich variieren können.
Wie taucht man umweltbewusst am Roten Meer?
Umweltbewusstes Tauchen bedeutet vor allem, das empfindliche Ökosystem des Roten Meeres so wenig wie möglich zu stören. Achte auf eine gute Tarierung, damit du nicht versehentlich Korallen berührst oder Sediment aufwirbelst, und halte stets ausreichend Abstand zum Riff. Berühre oder füttere keine Tiere und nimm keine Korallen oder Muscheln als Souvenir mit. Wähle Tauchbasen, die auf Riffschutz, Müllvermeidung und kleine Gruppen achten. Die Nationalparks rund um Ras Mohammed und die Tiran-Riffe sind streng geschützt, weshalb du dich genau an die Vorgaben der Guides halten solltest. So trägst du dazu bei, dass dieses einzigartige Tauchrevier auch künftigen Generationen erhalten bleibt.
Häufige Fragen zu Tauchen in Sharm El-Sheikh
Brauche ich für Sharm El-Sheikh einen Tauchschein?
Für geführte Tauchgänge brauchst du einen anerkannten Tauchschein. Ohne Zertifikat kannst du jedoch ein Schnuppertauchen oder einen kompletten Kurs vor Ort machen.
Gibt es in Ras Mohammed Eintrittsgebühren?
Ja, für den Nationalpark Ras Mohammed fallen Parkgebühren an, die meist über die Tauchbasis abgerechnet werden. Die genaue Höhe erfragst du am besten direkt vor Ort.
Sind die Tiran-Riffe für Anfänger geeignet?
Die Tiran-Riffe haben oft kräftige Strömungen und eignen sich daher eher für erfahrene Taucher. Anfänger sind an den geschützten Hausriffen und in ruhigen Buchten besser aufgehoben.
