Kurz erklärt: Eine Tauchsafari zum St. Johns Reef führt dich ganz in den Süden des Roten Meeres, nahe der sudanesischen Grenze. Dort erwarten dich farbintensive Korallengärten, verzweigte Höhlen und freistehende Pinnacles. Die Riffe gelten als sehr gut erhalten, die Sicht ist meist hervorragend, und mit etwas Glück ziehen Großfische vorbei.
Von der Aegypten.de-Redaktion · Stand: Juni 2026
Diese Fragen beantworten wir dir auf dieser Seite:
- Was macht das St. Johns Reef für eine Tauchsafari so besonders?
- Wie komme ich zum St. Johns Reef im Deep South?
- Welche Tauchplätze gehören zum St. Johns Reef?
- Wie sind die Höhlen und Caves von St. Johns aufgebaut?
- Welches Erfahrungslevel brauche ich für eine St.-Johns-Safari?
- Welche Tierwelt erwartet mich am St. Johns Reef?
- Wann ist die beste Reisezeit für eine Tauchsafari im Süden?
- Wie warm ist das Wasser und wie ist die Sicht?
- Wie tauche ich am St. Johns Reef verantwortungsvoll?
Was macht das St. Johns Reef für eine Tauchsafari so besonders?
Das St. Johns Reef liegt ganz im Süden des ägyptischen Roten Meeres, nahe der Grenze zum Sudan, und gilt deshalb als eines der entlegensten und am besten erhaltenen Reviere des Landes. Durch die abgelegene Lage ist der Tauchbetrieb geringer als an den nördlichen Klassikern, sodass du intakte Korallengärten in kräftigen Farben erlebst. Das weitläufige Riffsystem besteht aus zahlreichen Einzelriffen, freistehenden Pinnacles und durchschwimmbaren Höhlen. Über allem schweben Anthias-Schwärme, an den Außenkanten ziehen mit etwas Glück Großfische vorbei. Wer die Bandbreite ägyptischer Reviere vergleichen möchte, findet im Überblick zum Tauchen in Ägypten eine gute Orientierung für die Planung.
Wie komme ich zum St. Johns Reef im Deep South?
Das St. Johns Reef erreichst du praktisch nur per Tauchsafari, also mit einem Liveaboard, da der Spot zu weit von der Küste entfernt liegt für Tagesausflüge. Die meisten Safaris starten in Marsa Alam oder im nahen Hafen Port Ghalib, von wo aus das Boot über mehrere Tage Richtung Süden fährt. Der nächstgelegene Flughafen ist Marsa Alam International, der internationale Charter- und Linienverbindungen anbietet. Plane einen Transfer vom Flughafen zum Hafen ein, den viele Anbieter im Paket organisieren. Allgemeine Reiseinfos und Hinweise zur Region findest du in der Reiseübersicht zu Marsa Alam, dem üblichen Ausgangspunkt für Touren in den tiefen Süden.
Welche Tauchplätze gehören zum St. Johns Reef?
Das St. Johns Reef ist kein einzelner Spot, sondern ein ausgedehntes System vieler Einzelriffe mit eigenen Namen. Bekannt sind etwa die durchschwimmbaren Höhlen und Lichtspiele von St. Johns Caves, die freistehenden Pinnacles von Habili Ali und Habili Gafaar sowie weitläufige Korallengärten wie Dangerous Reef oder Gota Kebir. Jeder Platz hat ein eigenes Profil, von flachen, sonnendurchfluteten Gärten bis zu tiefen Drop-offs im offenen Wasser. Genauere Beschreibungen zu Topografie und Tauchprofil liest du auf der Seite zum Tauchspot St. Johns Reef. Welche Riffe deine Safari ansteuert, hängt vom Wetter, der Strömung und der Route des jeweiligen Bootes ab.
Wie sind die Höhlen und Caves von St. Johns aufgebaut?
Die Höhlen von St. Johns, oft als St. Johns Caves bezeichnet, sind ein verzweigtes System aus Tunneln, Durchschwimmen und lichtdurchfluteten Kammern in einem flach ansetzenden Riff. Durch Spalten und Öffnungen fällt das Sonnenlicht in dramatischen Strahlen ins Wasser und sorgt für eine besondere Atmosphäre. Die meisten Passagen liegen in geringer Tiefe, einige verlangen jedoch Routine und gute Tarierung, da der Raum eng wird und du Korallen nicht berühren solltest. Eine Lampe hilft, Details in den dunkleren Abschnitten zu erkennen. Geführte Tauchgänge mit ortskundigen Guides sind hier sinnvoll, weil sie die sicheren Wege durch das Labyrinth kennen. Folge stets den Anweisungen des Guides und überschätze deine Erfahrung nicht.
Welches Erfahrungslevel brauche ich für eine St.-Johns-Safari?
Eine Safari zum St. Johns Reef richtet sich eher an fortgeschrittene Taucherinnen und Taucher, da viele Plätze im offenen Wasser liegen und Strömungen auftreten können. Die freistehenden Pinnacles erfordern eine sichere Tarierung und Routine im Umgang mit Strömung, weshalb Basen häufig ein Advanced-Brevet und eine gewisse Zahl geloggter Tauchgänge empfehlen. Es gibt jedoch auch ruhigere Korallengärten und flache Höhlenpassagen, die für solide Open-Water-Taucher gut machbar sind. Sprich dein Niveau offen mit dem Guide ab, damit die Plätze zu deiner Erfahrung passen. Wenn du noch unsicher bist, sammelst du am besten zuvor Übung an leichteren Revieren. Plane jeden Tauchgang stets im Rahmen deiner Ausbildung.
Welche Tierwelt erwartet mich am St. Johns Reef?
Am St. Johns Reef erlebst du vor allem eine außergewöhnlich dichte und farbenfrohe Korallenwelt mit Weich- und Hartkorallen, über denen Schwärme von Anthias und Fahnenbarschen stehen. An den Außenriffen und Pinnacles ziehen mit etwas Glück Großfische wie Barrakudas, Makrelen oder Thunfische vorbei, gelegentlich auch Graue Riffhaie im freien Wasser. In den Korallengärten triffst du auf Napoleon-Lippfische, Muränen und Schildkröten. Begegnungen mit größeren Tieren lassen sich nie garantieren, denn sie bewegen sich frei und sind von Strömung und Jahreszeit abhängig. Halte stets Abstand und verzichte auf Berührungen. Ein lohnender Abstecher vieler Routen ist zudem die nahe gelegene Insel Zabargad mit ihren eigenen Riffen.
Wann ist die beste Reisezeit für eine Tauchsafari im Süden?
Eine Tauchsafari zum St. Johns Reef ist grundsätzlich ganzjährig möglich, da das Rote Meer auch im Winter angenehm temperiert bleibt. Als besonders ausgewogen gelten das Frühjahr und der Herbst, weil dann Luft- und Wassertemperaturen gut zusammenpassen und die See häufig ruhiger ist. Im Hochsommer wird es an Land sehr heiß, das Wasser erreicht dafür seine wärmsten Werte. Im Winter solltest du dich auf kühlere Tauchgänge und einen dickeren Neoprenanzug einstellen, profitierst aber oft von geringerem Andrang. Da der Deep South im offenen Wasser liegt, spielen Wind und Wellengang eine Rolle für den Komfort an Bord. Sprich die voraussichtlichen Bedingungen vorab mit dem Safari-Anbieter ab.
Wie warm ist das Wasser und wie ist die Sicht?
Die Wassertemperatur am St. Johns Reef liegt grob zwischen 23 und 29 °C, wobei die kühleren Werte in den Wintermonaten und die wärmeren im Hochsommer erreicht werden. Im Winter ist ein dickerer Neoprenanzug ratsam, im Sommer reicht vielen Tauchern ein dünnerer Anzug. Die Sicht ist im südlichen Roten Meer in der Regel sehr gut und erreicht an den Außenriffen häufig 20 bis 40 Meter, sofern keine Trübung durch Wind oder Plankton auftritt. Diese klaren Bedingungen machen das Revier für Unterwasserfotografie besonders attraktiv. Verlässliche Pauschalwerte gibt es nicht, da Wetter und Strömung schwanken; die genauen Tageswerte nennt dir die Crew an Bord.
Wie tauche ich am St. Johns Reef verantwortungsvoll?
Verantwortungsvolles Tauchen beginnt mit guter Tarierung, damit du die empfindlichen Korallen nicht mit Flossen oder Ausrüstung berührst oder aufwirbelst, gerade in den engen Höhlen. Halte Abstand zu Tieren wie Schildkröten, Haien und Großfischen, jage ihnen nicht nach und verzichte auf Berührungen, denn schon Nähe kann ihr Verhalten stören. Nimm nichts aus dem Wasser mit und hinterlasse keinen Müll an Bord oder im Meer. Achte auf riff-schonende Sonnenschutzmittel und respektiere die Vorgaben der Crew. Orientierung zu nachhaltigem Tauchtourismus im Roten Meer geben Organisationen wie HEPCA, die sich für den Meeresschutz im Roten Meer einsetzen. So trägst du dazu bei, dass die intakten Riffe im Deep South erhalten bleiben.
Häufige Fragen zu Tauchsafari St. Johns Reef
Kann man St. Johns auch als Tagesausflug betauchen?
Nein, das St. Johns Reef liegt zu weit im Süden. Du erreichst es nur per Tauchsafari mit einem Liveaboard, meist ab Marsa Alam oder Port Ghalib.
Sind Hai-Sichtungen am St. Johns Reef garantiert?
Nein, Haie und andere Großfische sind frei lebende Wildtiere. An den Pinnacles und Außenriffen triffst du sie mit etwas Glück, eine Garantie gibt es nicht.
Eignet sich eine St.-Johns-Safari für Tauchanfänger?
Bedingt. Viele Plätze liegen im offenen Wasser mit Strömung und eignen sich eher für Fortgeschrittene, einzelne ruhige Korallengärten sind aber auch für geübte Open-Water-Taucher machbar.
