Campingplätze

Von der Aegypten.de-Redaktion Aktualisiert: Juni 2026 5 Min. Lesezeit
Campingplätze

Camping in Ägypten heißt Ruhe, Natur und Meer statt Hotelkomfort: Wer es einfach mag und Abgeschiedenheit sucht, findet vor allem am Roten Meer und auf der Sinai-Halbinsel charmante Strandcamps und Eco-Lodges – oft mit Hütten direkt im Sand, gutem Essen und herzlichen Gastgebern.

Ägypten lockt mit seiner jahrtausendealten Geschichte, monumentalen Bauwerken, abwechslungsreichen Landschaften und fantastischen Stränden. Zwischen uralten Traditionen und modernen Touristenzentren am Roten Meer findet hier jeder seinen Urlaubsstil – auch wer auf großen Hotelkomfort bewusst verzichtet. Neben Hotelkomplexen, Ferienparks, Ferienhäusern und Pensionen gibt es eine kleine, feine Camping-Szene. Die meisten Plätze liegen am Roten Meer und auf der zu Ägypten gehörenden Sinai-Halbinsel. Dieser Überblick zeigt, für wen sich Camping lohnt, welche Plätze als besonders schön gelten und worauf man achten sollte.

Für wen lohnt sich Camping in Ägypten?

Camping ist die richtige Wahl für alle, die sich nach Ruhe und Entspannung sehnen und eine einfache Unterkunft den Annehmlichkeiten eines Komforthotels vorziehen. Wer keinen Wert auf Animationsprogramm, pulsierendes Nachtleben und reichhaltige Sportangebote legt, dafür aber Natur, Sterne über dem Meer und unmittelbare Strandnähe sucht, ist auf den Camps bestens aufgehoben. Besonders Taucher und Schnorchler schätzen viele dieser Plätze, weil das Riff oft direkt vor der Hütte beginnt. Wer dagegen Verpflegung rund um die Uhr, klimatisierte Zimmer und Pool erwartet, sollte eher ein Hotel oder ein komfortables Ferienhaus wählen.

Wie sind die Campingplätze ausgestattet?

Der ägyptische Camping-Begriff unterscheidet sich vom mitteleuropäischen Zeltplatz. Statt Stellplätzen für Wohnmobile dominieren feste, einfache Unterkünfte: Holz- oder Bambushütten, schlichte Bungalows und Eco-Lodges, häufig direkt am Strand. Der Komfort ist bewusst reduziert – dafür stimmen Lage, Atmosphäre und oft die Küche. Viele Camps legen großen Wert auf Sauberkeit, liebevolle Gestaltung und persönlichen Kontakt zu den Gästen. Strom und Warmwasser können je nach Platz eingeschränkt sein, und nicht überall gibt es WLAN. Wer das vorher einkalkuliert, erlebt genau die Entschleunigung, für die Camping-Urlaub steht.

Welche Campingplätze gelten als besonders schön?

Einige Plätze haben sich über die Jahre einen guten Ruf erarbeitet. Sie liegen meist abseits der großen Touristenorte und punkten mit Natur und Ruhe:

  • RockSea (Rotes Meer): ein großflächig angelegtes Camp aus schön gestalteten Holzhütten direkt am Meer, bekannt für Sauberkeit, weitläufige Ruhe, stimmungsvolle Beleuchtung und erstklassige Strandlage – das Wasser ist nur wenige Schritte entfernt.
  • Al Tarek Camp (Südsinai): ein Insidertipp abseits der Hochburgen Dahab und Sharm el-Sheikh, mit einfachen Bambushütten direkt am Golf von Aqaba. Baden, Schnorcheln und Tauchen praktisch vor der eigenen Tür.
  • Eco-Lodges im Süden: Häuser wie das Ecolodge Nakari Village bei Marsa Alam oder Wadi Lahami bei Port Ghalib stehen für sanften, naturnahen Tourismus mit Fokus auf Tauchen und Schnorcheln.
  • Bahariya-Oase: In der Libyschen Wüste verbinden Camps wie das Eden Garden Camp Wüstenstille mit dem Erlebnis einer grünen Oase – ideal als Basis für Wüstentouren.

Die Angebote und Betreiber können wechseln – es lohnt sich, vor der Reise aktuelle Bewertungen zu prüfen und direkt Kontakt aufzunehmen.

Camping am Roten Meer oder auf dem Sinai?

Beide Regionen haben ihren eigenen Reiz. Am Roten Meer rund um Marsa Alam und Port Ghalib locken intakte Korallenriffe und ursprüngliche Strände, ideal für Taucher. Der Sinai – besonders die Gegend um Dahab und der ruhige Südsinai – ist seit jeher ein Magnet für Individualreisende und Backpacker, mit entspannter Atmosphäre und legendären Tauchspots. Wer Wüste statt Meer sucht, fährt in die Oasen der Libyschen Wüste. Die Wahl hängt davon ab, ob das Unterwasser-Erlebnis oder die Wüstenstille im Vordergrund steht.

Worauf sollte man beim Camping in Ägypten achten?

Ein paar Punkte machen den Camping-Urlaub entspannter. Prüfe vorab die Anreise – manche Camps liegen abgelegen und sind nur per Transfer oder Mietwagen erreichbar. Nimm Sonnenschutz, feste Schuhe und eine Stirnlampe mit, da die Plätze nachts wenig beleuchtet sind. Respektiere als Gast die Natur: Riffe nicht berühren, keine Korallen oder Muscheln mitnehmen und Müll vermeiden – viele Camps engagieren sich aktiv für den Umweltschutz. Und wie überall gilt: Trinkgeld für freundlichen Service ist üblich und gern gesehen. So wird der einfache Camping-Urlaub zu einem authentischen Erlebnis fernab der großen Resorts.

Häufige Fragen zum Camping in Ägypten

Kann man in Ägypten mit dem Zelt campen?

Wildes Zelten ist aus Sicherheits- und Naturschutzgründen nicht überall erlaubt und nicht zu empfehlen. Üblich sind feste Camps mit einfachen Hütten oder Bungalows, vor allem am Roten Meer und auf dem Sinai. Dort übernachtet man legal, sicher und meist sehr stimmungsvoll.

Wo gibt es die schönsten Camps?

Besonders beliebt sind die Strandcamps und Eco-Lodges auf dem Sinai (rund um Dahab und im Südsinai) sowie im Süden bei Marsa Alam und Port Ghalib. Auch die Oase Bahariya bietet reizvolle Wüstencamps.

Ist Camping in Ägypten günstig?

In der Regel ja. Die einfache Ausstattung macht Camping zur preiswertesten Übernachtungsform. Wer auf Hotelkomfort verzichten kann, spart deutlich – sollte dafür aber Abstriche bei Strom, Warmwasser und WLAN einplanen.

Eignet sich Camping für Taucher?

Sehr gut sogar. Viele Camps liegen direkt am Riff, sodass Tauch- und Schnorchelgänge ohne lange Anfahrt möglich sind. Der Sinai und die Region um Marsa Alam zählen zu den besten Tauchrevieren des Landes.

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