Schnorcheln

Von der Aegypten.de-Redaktion Aktualisiert: Juni 2026 11 Min. Lesezeit
Schnorcheln

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Schnorcheln ist die einfachste Art, die bunte Unterwasserwelt des Roten Meeres zu erleben – ganz ohne Tauchschein, schwere Ausrüstung oder Vorkenntnisse. Mit Maske, Schnorchel und Flossen schwimmst du an der Oberfläche über lebendige Korallengärten und beobachtest Riff­fische, Schildkröten und manchmal sogar Seekühe. Damit ist Ägypten eines der besten und familienfreundlichsten Schnorchelziele der Welt.

Kaum ein Urlaubserlebnis lässt sich so leicht und so eindrucksvoll verwirklichen wie das Schnorcheln am Roten Meer. Schon wenige Meter vom Strand entfernt beginnt eine Welt aus Korallen und Fischen, die für viele Reisende zum schönsten Moment ihres Ägypten-Urlaubs wird. Dieser Ratgeber zeigt dir, was Schnorcheln ausmacht, für wen es geeignet ist, welche Reviere am besten sind, welche Ausrüstung du brauchst und worauf du beim sicheren Schnorcheln achten solltest. Wer tiefer hinabtauchen und einen Kurs absolvieren möchte, findet alles dazu auf unserer Seite zum Tauchen in Ägypten.

Was ist Schnorcheln eigentlich?

Beim Schnorcheln schwimmst du an der Wasseroberfläche und atmest durch einen Schnorchel, während du mit der Tauchmaske nach unten ins Wasser blickst. Anders als beim Gerätetauchen brauchst du dafür keine Pressluftflasche, keinen Tauchschein und keine lange Ausbildung. Du bleibst stets in Reichweite der Oberfläche, kannst jederzeit den Kopf heben und atmen, und entdeckst trotzdem den größten Teil des Lebens im Korallenriff – denn die meisten Korallen und Riff­fische tummeln sich ohnehin in den lichtdurchfluteten ersten Metern.

Für wen ist Schnorcheln geeignet?

Schnorcheln ist ideal für Familien, Kinder, Senioren und absolute Anfänger. Wer sicher im flachen Wasser schwimmen kann, ist nach wenigen Minuten Eingewöhnung startklar. Auch ängstliche Einsteiger gewinnen schnell Vertrauen, wenn sie zunächst im hüfttiefen Wasser üben. Selbst Nichtschwimmer müssen nicht am Ufer bleiben: Mit einer Schwimmweste oder einem Schwimmgürtel treiben sie sicher an der Oberfläche und genießen den Blick nach unten. Für Kinder sind ruhige, flache Buchten und Hausriffe mit sanftem Einstieg ideal.

Wo sind die besten Schnorchelreviere in Ägypten?

Die Hauptbühne fürs Schnorcheln ist das Rote Meer mit seinen Saumriffen direkt vor der Küste. Rund um Hurghada und die vorgelagerten Giftun-Inseln liegen klassische Reviere mit bunten Korallengärten. Weiter südlich punkten Makadi Bay und El Gouna mit gepflegten Hausriffen, während Marsa Alam und die Bucht von Abu Dabbab für ihre Seekühe und Schildkröten berühmt sind. Auf der Sinai-Halbinsel locken Sharm el-Sheikh und das ruhigere Dahab mit erstklassigen Riffen.

Was macht die Giftun-Inseln so beliebt?

Die Giftun-Inseln vor Hurghada gehören zu einem geschützten Meeresnationalpark und zählen zu den bekanntesten Schnorchelzielen Ägyptens. Glasklares, türkisfarbenes Wasser, weiße Sandbänke und intakte Korallenriffe machen einen Bootsausflug hierher zum Höhepunkt vieler Reisen. An den flachen Riffabbrüchen tummeln sich Schwärme bunter Riff­fische, und mit etwas Glück ziehen Rochen oder Schildkröten vorbei. Weil viele Tagestouren die Inseln ansteuern, lohnt sich ein früher Start, um die Riffe in Ruhe zu genießen.

Was erwartet mich bei Abu Dabbab?

Die Bucht von Abu Dabbab bei Marsa Alam ist ein Sehnsuchtsort für Schnorchler: In dem flachen, sandigen Becken grasen Meeresschildkröten am Seegras, und mit etwas Glück begegnest du einer Seekuh (Dugong), die hier weidet. Weil das Wasser ruhig und übersichtlich ist, eignet sich die Bucht auch hervorragend für Familien und Einsteiger. Bitte halte stets Abstand zu den Tieren, fasse sie nicht an und schwimme nicht über ihnen – so bleibt die Begegnung für Mensch und Tier ein schönes Erlebnis.

Was sieht man beim Schnorcheln im Roten Meer?

Das Rote Meer gehört zu den artenreichsten Meeren der Erde. Beim Schnorcheln gleitest du über farbenfrohe Hart- und Weichkorallen und triffst auf unzählige Riff­fische – von leuchtend blauen Doktorfischen über gestreifte Falterfische bis zu neugierigen Papageifischen. Häufig zeigen sich auch Muränen in Felsspalten, Rochen über dem Sand und Meeresschildkröten. Wer ruhig und aufmerksam schwimmt, entdeckt in jedem Riffabschnitt neue Bewohner. Mehr über dieses einzigartige Ökosystem erfährst du beim Eintrag zum Roten Meer auf Wikipedia.

Hausriff oder Bootstour – was ist besser?

Beides hat seinen Reiz. Ein Hausriff liegt direkt vor dem Hotel und ist über einen Steg oder den Strand jederzeit erreichbar – ideal für spontane, kostenlose Schnorchelgänge, auch mehrmals am Tag. Eine Bootstour bringt dich dagegen zu den spektakulärsten Riffen und Inseln, die vom Ufer aus nicht zu erreichen sind, und bietet oft mehrere Stopps an unterschiedlichen Spots. Die ideale Mischung: an Ruhetagen das Hausriff erkunden und für die Höhepunkte einen geführten Bootsausflug buchen.

Welches Hotel eignet sich zum Schnorcheln?

Für Schnorchler lohnt sich die Wahl eines Hotels mit eigenem Hausriff. Solche Anlagen liegen direkt am Saumriff und ermöglichen den Einstieg ins bunte Korallenleben oft schon wenige Schritte vom Liegestuhl entfernt. Achte auf einen gut gepflegten Stegzugang oder einen sanften Sandeinstieg, denn an manchen Stränden fällt das Riff steil ab. Besonders an der südlichen Küste rund um Makadi Bay, Soma Bay und Marsa Alam reihen sich Resorts mit erstklassigen Hausriffen aneinander.

Welche Ausrüstung brauche ich zum Schnorcheln?

Die Grundausstattung ist überschaubar: eine gut sitzende Tauchmaske, ein Schnorchel und ein Paar Flossen. Wichtig ist vor allem die Maske – sie muss dicht abschließen, ohne zu drücken. Flossen erleichtern das Schwimmen und sparen Kraft, sind aber kein Muss für ruhige Buchten. Ein Lycra-Shirt oder ein dünner Schwimmanzug schützt Rücken und Schultern wirksam vor dem intensiven Sonnenbrand an der Wasseroberfläche. Für Nichtschwimmer und Kinder gehört zusätzlich eine Schwimmweste dazu.

Eigene Ausrüstung mitbringen oder leihen?

Anfänger müssen sich keine teure eigene Ausrüstung kaufen. Nahezu jedes Hotel, jede Tauchbasis und jeder Bootsanbieter stellt Maske, Schnorchel und Flossen leihweise zur Verfügung. Wer empfindlich auf Hygiene reagiert oder regelmäßig schnorchelt, schätzt jedoch eine eigene Maske – sie sitzt zuverlässig und beschlägt weniger. Eine eigene Maske ist leicht im Gepäck und meist die lohnendste Anschaffung. Flossen lassen sich dagegen problemlos vor Ort leihen, da sie viel Platz im Koffer beanspruchen.

Wie schnorchelt man richtig und entspannt?

Setze die Maske so auf, dass keine Haare unter den Rand geraten, und prüfe vor dem Losschwimmen den dichten Sitz. Atme ruhig und gleichmäßig durch den Schnorchel und blicke entspannt nach unten. Bewege dich langsam und mit ruhigen Flossenschlägen – hektische Bewegungen verbrauchen Kraft und wirbeln Sand auf. Beschlägt die Maske, hilft ein wenig Speichel oder ein Anti-Beschlag-Mittel auf dem trockenen Glas. Wer das erste Mal schnorchelt, übt am besten zunächst im flachen, ruhigen Wasser.

Worauf muss man bei der Sicherheit achten?

Schnorchle nie allein, sondern immer mit Begleitung oder in Sichtweite anderer. Achte auf Strömungen: An manchen Küstenabschnitten kann es ablandig ziehen, sodass du leicht weiter hinausgetrieben wirst, als geplant. Bleibe in der Nähe des Ufers oder folge den Anweisungen der Bootscrew. Plane deine Route so, dass du gegen die Strömung zurückschwimmst, solange du noch frisch bist. Im Zweifel hilft eine Schwimmweste oder ein Schnorchelgürtel, der dich an der Oberfläche hält.

Wie schütze ich mich vor Sonnenbrand?

Die größte Gefahr beim Schnorcheln ist nicht das Wasser, sondern die Sonne. Weil dein Rücken stundenlang an der Oberfläche treibt, verbrennt die Haut dort besonders schnell – oft unbemerkt, weil das kühle Wasser die Hitze nicht spüren lässt. Trage daher ein Lycra-Shirt oder einen UV-Schwimmanzug und benutze ein wasserfestes, möglichst korallenfreundliches Sonnenschutzmittel. Eine Kopfbedeckung an Bord und ausreichend Trinkwasser runden den Schutz ab.

Warum darf man Korallen nicht berühren?

Korallen sind lebende, äußerst empfindliche Organismen, die nur sehr langsam wachsen. Schon eine flüchtige Berührung kann die hauchdünne Schutzschicht verletzen und das Riff dauerhaft schädigen; manche Korallen und Tiere können zudem nesseln oder unangenehme Reaktionen auslösen. Halte deshalb genügend Abstand, stelle dich niemals auf das Riff und achte beim Flossenschlag darauf, keinen Sand aufzuwirbeln. So bleibt die Unterwasserwelt für dich, für die Tiere und für die nächsten Besucher erhalten.

Kann man mit Kindern schnorcheln?

Ja – richtig vorbereitet ist Schnorcheln ein wunderbares Familienerlebnis. Wähle für den ersten Versuch eine ruhige, flache Bucht ohne Strömung, statte die Kinder mit passender Maske und Schwimmweste aus und bleibe stets in Reichweite. Kindergerechte Schnorchelmasken mit großem Sichtfeld erleichtern den Einstieg. Beginne im hüfttiefen Wasser, damit die Kleinen jederzeit stehen können, und steigere die Tiefe langsam. Die ersten bunten Fische lassen die anfängliche Aufregung schnell in Begeisterung umschlagen.

Wann ist die beste Zeit zum Schnorcheln?

Schnorcheln ist am Roten Meer ganzjährig möglich, denn das Wasser bleibt auch im Winter angenehm. Besonders warm und komfortabel ist es von etwa April bis November. In den Wintermonaten kühlt das Wasser etwas ab, sodass sich ein dünner Neoprenanzug empfiehlt. Im Herbst kann an manchen Stränden bei stärkerem Wellengang zeitweise ein Badeverbot gelten – dann sind geschützte Buchten und Hausriffe die bessere Wahl. Am ruhigsten ist die See meist am frühen Morgen.

Schnorcheln und Tauchen – wo liegt der Unterschied?

Beim Schnorcheln bleibst du an der Oberfläche und atmest durch den Schnorchel – ohne Ausbildung, ohne Flasche, sofort einsatzbereit. Das Gerätetauchen hingegen führt dich mit Pressluftflasche in die Tiefe und erfordert einen Tauchschein (Brevet) sowie eine Einweisung. Beide Welten ergänzen sich perfekt: Viele Reisende beginnen mit dem Schnorcheln und entdecken erst später das Tauchen. Wenn du tiefer eintauchen möchtest, findest du alle Kurse, Reviere und Tipps auf unserer Seite zum Tauchen in Ägypten.

Schnorcheln mit Ausflügen verbinden

Ein Schnorchelurlaub lässt sich wunderbar mit Land- und Kulturausflügen kombinieren. Von den Badeorten am Roten Meer sind Tagestouren zu den großen Sehenswürdigkeiten Ägyptens möglich – etwa nach Luxor mit dem Tal der Könige oder zum Katharinenkloster auf dem Sinai. So verbindest du entspannte Tage am Riff mit den kulturellen Höhepunkten des Landes und holst das Beste aus deiner Reise heraus, ohne dich zwischen Strand und Geschichte entscheiden zu müssen.

Schnorcheln & Badeurlaub – worauf bei der Buchung achten?

Wer den Schwerpunkt aufs Schnorcheln legt, achtet bei der Hotelwahl auf ein gutes Hausriff, einen sanften Einstieg und die Nähe zu bekannten Bootstour-Revieren. All-Inclusive-Resorts an der südlichen Küste bieten oft die beste Kombination aus Strand, Riff und Ausflugsangeboten. Vergleiche Lage und Ausstattung in Ruhe und kombiniere Badetage am Hausriff mit ein bis zwei geführten Schnorcheltouren zu den Inseln und Top-Riffen für die schönsten Erinnerungen.

Schnorchel- & Badeurlaub-Angebote für Ägypten

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Häufige Fragen zum Schnorcheln in Ägypten

Braucht man zum Schnorcheln einen Tauchschein?

Nein. Schnorcheln findet an der Oberfläche statt und erfordert keinen Tauchschein und keine Ausbildung. Sicheres Schwimmen im flachen Wasser genügt; Nichtschwimmer nutzen eine Schwimmweste.

Wo kann man in Ägypten am besten schnorcheln?

Top-Reviere sind die Giftun-Inseln vor Hurghada, die Hausriffe in Makadi Bay und El Gouna sowie Abu Dabbab bei Marsa Alam mit Schildkröten und Seekühen.

Kann man mit Kindern schnorcheln?

Ja. In ruhigen, flachen Buchten mit passender Maske und Schwimmweste ist Schnorcheln ein tolles Familienerlebnis. Bleibe stets in Reichweite der Kinder.

Sieht man beim Schnorcheln Schildkröten?

Mit etwas Glück ja – vor allem in der Bucht von Abu Dabbab bei Marsa Alam, wo Meeresschildkröten und manchmal Seekühe am Seegras grasen.

Was sollte man beim Schnorcheln vermeiden?

Berühre niemals Korallen, schnorchle nie allein und unterschätze die Sonne nicht: Ein Lycra-Shirt schützt den Rücken vor schmerzhaftem Sonnenbrand.

Lust auf die Unterwasserwelt? Plane deinen Schnorchelurlaub am Roten Meer oder entdecke die Tiefe beim Tauchen in Ägypten.